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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2018, 20:10 
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Pilot

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Die meisten FPV-Nurflügler sind ja Pusher und hier ergibt sich immer wieder das Problem mit der Lautstärke.
Gerade wenn man grad ein einsames Tal durchfliegen will muss man nicht alle im Tal mittels Lärm darüber informieren, das spart Stress durch Streitereien.

Die üblichen FPV-Flieger sind ja eher Funktionsmodelle mit der Aerodynamik einer besseren Isoliermatte, hier tritt das Problem besonders gerne auf.

Hintergrund (bitte mich auszubessern wenn/wo ich falsch liege): Auf der Tragflächenhinterkante vor dem Propeller treten Verwirbelungen auf. Diese entstehen selbst bei einem aerodynamisch gut gemachten Flügel; viele FPV-Flieger sind in dem Bereich noch dazu sehr grob oder durch irgendwelche Anbauteile zerklüftet.

Wenn das Propellerblatt in diese Wirbel eintaucht oder sie verlässt, verändert sich der Anstellwinkel des Blattes. Dies verformt das Blatt und führt zu Vibrationen, die sich über die Aufnahme und den Motor bis in den Flügel fortpflanzen.
Wichtig hierbei ist: Der Propeller selber ist nicht so besonders laut - der Flieger als Ganzes dient jedoch einer beinahe perfekten Umwandlung der Vibrationen in Schall, besonders dran wenn man ihn nicht den dämpfenden Händen hält sondern er fliegt.

Was am ehesten mal hilft, ist zwischen Propeller und Flügel für Abstand zu sorgen, das gibt der Luft Zeit sich zu beruhigen. Dies wird in dem eh bekannten Youtube Video schön verdeutlicht:
https://www.youtube.com/watch?v=0fM0nXZZPH4

Man kann das auch leicht zuhause ausprobieren

ABER
Meiner Erfahrung nach sorgt der Abstand zwar für bessere Ergebnisse in solchen Tests, aber nicht im Flug. Ich habe daheim mit einem Motorteststand ordentlich Wind erzeugt, wenn der den Flügel anströmt auf dem der Pusher läuft dann treibt das die Wirbel wieder in den Propeller und der Lärm ist wieder da.

Was habe ich nun gemacht:

1. einen Dreiblattpropeller montiert. Mehrblättrige Propeller laufen von Haus aus etwas ruhiger, und solche mit ungerader Blattzahl haben den Vorteil dass nicht beide Propellerblätter gleichzeitig in die Wirbel eintauchen. Weiters erhöht es die Frequenz des Lärms etwas, das hilft bei Punkt

2. den Motorspanten so modifiziert, dass der Motor vibrationsgedämpft in Gummis gelagert ist.

Hier ein paar Bilder:

Mal einen Spanten gefräst. Die Gummiteile sind solche die bei Servos zum Einsatz kommen und sollen verhindern, dass die Schrauben direkt mit dem Holz in Berührung kommen:
Dateianhang:
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IMG_0007.jpg [ 415.73 KiB | 3038-mal betrachtet ]


Diese Pads sind einfach ausgeschnitten aus so einer Gummi-Antirutschmatte. Die Kopterpiloten haben sicher passenderes.
Dateianhang:
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Ordentlich Schraubensicherungslack verwendet und das mit dem Motor verbunden (die gelbe Adapterplatte am Motor war davor schon da). Dort wo nachher Platz ist noch zusätzliche Gummipuffer unter die Schrauben gelegt. Der Lack ist wichtig weil die Schrauben nicht fest angeknallt werden.
Dateianhang:
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Fertig montiert.
Dateianhang:
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Ich hätte mir ja erwartet, dass die Aufhängung für Probleme sorgt, weil sich der Motor jetzt etwas verkippen lässt. Allerdings fliegt sich der Flieger ganz ausgezeichnet und es lässt sich kein derartiger Effekt feststellen. Ich nehme an, als Pusher ist er eh so unter Last dass keine Verkippung auftritt.

Was hats gebracht? Die ersten zwei Flüge waren sehr vielversprechend. Während ich zuvor immer selbst in 3km Entfernung gut hören konnte wenn ich Gas gegeben hab, musste ich mich voll auf die Anzeigen konzentrieren und hab mir einen Audiokanal mit Lautsprecher gewünscht.
Subjektiv sag ich, über 50% leiser. Wirklich. Objektiv fehlen mir leider die Messmöglichkeiten.


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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2018, 22:12 
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Schön das es funktioniert :up:

Du könntest nach Gummi-Metall-Puffern gucken. Die habe ich auch schon mal mit passendem Lochbild in den "Deckblechen" für unsere Modellmotoren gesehen. Leider grad auf die Schnelle nicht wiedergefunden.

dmpriso hat geschrieben:
Während ich zuvor immer selbst in 3km Entfernung gut hören konnte wenn ich Gas gegeben hab [...]

Vielleicht nimmste Deine Motoren mal ein, zwei Nummern kleiner ... :mrgreen:

"Meßgerät" zum Lautstärke messen hast Du vermutlich immer dabei: Dein Smartphone. Passende App drauf und los gehts.

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Gruß: - Reinhard -

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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2018, 22:18 
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Target0815 hat geschrieben:
Du könntest nach Gummi-Metall-Puffern gucken. Die habe ich auch schon mal mit passendem Lochbild in den "Deckblechen" für unsere Modellmotoren gesehen.

Hmm, kenn ich garnicht?

Zitat:
Vielleicht nimmste Deine Motoren mal ein, zwei Nummern kleiner ... :mrgreen:

Wenn das Ding nicht mit 45° Winkel auf den Berg fliegen kann dann isses nix :D

Zitat:
"Meßgerät" zum Lautstärke messen hast Du vermutlich immer dabei: Dein Smartphone. Passende App drauf und los gehts.


Müsst ich aber in einem definierten Abstand vorbeifliegen, äh?


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BeitragVerfasst: Mi 7. Mär 2018, 22:35 
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dmpriso hat geschrieben:
Hmm, kenn ich garnicht?

Ich meine sowas: https://www.hug-technik.com/gummimetallpuffer.html

dmpriso hat geschrieben:
Müsst ich aber in einem definierten Abstand vorbeifliegen, äh?

Du schriebst doch 3 km Entfernung, kannst im OSD sehen ... ;).

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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 09:08 
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Wie wohl so ein vielblättriger Prop aus dem Copterlager klingt?

https://www.banggood.com/Gemfan-5040-5x ... 56700.html

Die gibt's mit 5 und 6 Blättern. Vielleicht kommt man damit ja in Frequenzbereiche, die nur noch Fledermäuse zum abstürzen und Hunde zum Imkreisrennen bringen :lachen:
Hab auf meinem MRW zur Zeit einen Racecraft 5051 drauf, der klingt deutlich angenehmer als der 2-Blatt Graupnerprop.

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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 10:15 
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Hi,
die Umschreibung des Problems stimmt nicht ganz, es hat nix mit Vibrationen der Luftschraube zu tun sondern mit der periodischen Stömungsumlenkung am Ende des Flügels, Abstand bringt dort sehr wohl Abhilfe wenn er denn groß genug ist:
Dateianhang:
1515.JPG
1515.JPG [ 139.83 KiB | 2951-mal betrachtet ]


Bei den Gummilagern sollte man darauf achten, dass sie ungefähr im Schwerpunkt des gesamten Antriebs liegen, bzw der Schwerpunkt zwischen den lagerungen und die Gummis immer nur auf Druck beanspucht werden.

Ein leider schon verstorbener sehr innovativer Vereinskollege von mir hat mal einen Elektrosegler gebaut mit einem Getriebeantrieb. Der war sehr leicht und mit nur einem Schwinggummi aufgehängt, das er durchbohrt hatte, so dass der Bereich der Welle im Gummi (allerdings mit Abstand) zu liegen kam.

Diese Lagerung soll den Körperschall (Geigenkasteneffekt) minimieren!

Der Körperschall an dem besagten Flugzeug war nicht mehr wahrnehmbar, man hoerte nurnoch die Luft an der Luftschraube und ein klein bischen Zahnrädergesurre, das war richtig cool!
Die gummis muessen ausreichend weich sein, also 55 shore oder ggfs noch weniger...

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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 10:32 
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Name: Jörg
Matzito hat geschrieben:
Diese Lagerung soll den Körperschall (Geigenkasteneffekt) minimieren!

Das ist ein Punkt, wo unsere Schaummodelle gegenüber anderen Bauarten wie Holzmodellen oder Faserverbundbauweisen Vorteile aufweisen. Der Schaum dämpft die Schallübertragung enorm und der "Geigenkasteneffekt" tritt so gut wie nicht auf :)

Gruß Jörg

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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 11:57 
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Das Thema hatten wir hier schon mehrfach, ebenso folgendes Video, was (NUR EINEN TEIL DER) Problematik sehr gut veranschaulicht:

phpBB [video]


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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 12:22 
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Mein leisester Nuri war ganz klar der Eagle Eye, weil er mein einziger Nuri mit Rumpf war.
Der Prop war dort recht weit entfernt von jeglichen Bauteilen/Flügeln.

Falls ich meinen Bashy jemals noch aufbaue, werde ich versuchen mir mit Fusion360 einen Rumpf zu designen, bei dem der Motor schön weit hinten ist. Laute Nuri-Pusher ziehen nämlich magisch die Nörgler an und ich bin gerne leise unterwegs.

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BeitragVerfasst: Do 8. Mär 2018, 19:39 
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Habe aktuell den Hektor+ gebaut,
war echt überrascht wie leise der im Vergleich zu meinem ZII und dem Wipeput ist.



Gesendet von meinem SM-G935F mit Tapatalk

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BeitragVerfasst: Fr 9. Mär 2018, 11:35 
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Irgendwo hatte ich dazu auch schon mal die aerodynamische Erklärung zum Nuri-Pusher-Krach verlinkt.
Hier zitiere ich mich mal:
https://fpv-community.de/showthread.php ... zeug/page6

Kreischmöhre

Brandtaucher: "Wieso sind die hinten eigentlich lauter?"
Oled: "Propeller vorne "bohrt" sich in saubere ungestörte Luft, Propeller hinten kriegt den bereits gestörten Luftstrom an der Hinterkante des Flügels/Rumpfs."
Ich habe versucht zu goockeln, bin aber irgendwie nicht fündig geworden.
Von der Theorie her :
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Karman_trefftz.gif
sehen wir hinter der Tragfläche die Luft mit "zwei verschiedenen Geschwindigkeiten"abziehen.
Oben schneller als unten, oben entsteht ein Unterdruck, deswegen zieht es uns hoch, bleibt das Flugzeug oben, (Auftrieb).
Wenn jetzt der Propeller bei jeder Umdrehung durch die zwei verschiedenen Luftgeschwindigkeiten schneidet, bekommt er "Luft-Schläge" und das knallt!!!
Je höher die Drehzahl und /oder die Flug-Geschwindigkeit, entsteht eine mehr oder weniger "kreischend empfundene" Frequenz der Luft-Schläge an den Luftschraubenblättern.

Bei Helikoptern auch schön zu hören, besonders beim abbremsen, wenn sie also aus voller Fahrt z.B. Nick (Höhe) ziehen.
Beim Heli haben wir prinzipiell bei jeder Blattumdrehung einen veränderten Anstellwinkel des einzelnen Rotorblattes, es dreht sich minimal um seine Längsachse, (zyklische Steuerung), es verändert also jedesmal seinen Anstellwinkel, (Flugzeugluftschraube- Blattsteigung).
Das hat den gleichen Effekt wie oben beschrieben, nur in einem geileren Sounbereich, (wesentlich geringere Frequenz).


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BeitragVerfasst: So 11. Mär 2018, 20:25 
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Mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten hat das nix zu tun, es geht ja auch bei einem Brett und spätestens an der Endleiste haben Ober und unterseitenströmung wieder zueinander gefunden.
Bild
(Ich sehe nur einen versatz keine unterscheidlichen geschwindigkeiten)

Durch diese gleichmässige immer andauernde Idylle einer glatten Abströmung schlagt nun schlagartig ein Propeller von ober durch und peitscht die horizontalen stomlinien annaehernd vertikal nach unten plus einem gewissen Verdichtungsstoss durch die endliche Dicke des Propellerblattes.
Auf der anderen Seite peitscht er bei einer 2 blatt zeitgleich nach oben und stört hier die Idylle einer völlig entspannten Abströmatmosphaere :D

So schnell wie der Propeller kam ist er auch wieder weg, die 90° geknickten Stromlinien glätten sich wieder und strömen sauber horizontal ab bis ploetzlich wieder "PENG" der Propeller die Idylle stört.


Je scharfkantiger und haerter die Umlenkung ist, desto lauter wirds.

Beim Hubschrauberblatt reißt partiell die Strömung ab, das ist wieder etwas anderes.... ;)

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BeitragVerfasst: Mo 12. Mär 2018, 08:47 
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Nein, denn die beiden Punkte die sich an der Endleiste treffen "heiraten und gehen nie wieder voneinander" deshalb gibts am Propeller keine unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Dateianhang:
09.JPG
09.JPG [ 70.2 KiB | 2718-mal betrachtet ]

(oberhalb und unterhalb der gestrichelten Linie sind die Geschwindigkeiten gleich, die verheiratetetn Teilchen sind rot umkreist)

Es hat viel mehr mit der Vorauswirkung des Propellers auf die umgebende Luft zu tun, die nicht frühzeitig abgelenkt werden kann da sie durch den Flügel oder das horizontale brett "kanalisiert" wird.
Erst an der Endleiste im freien nicht kanalisierten Raum kann sie dem Propeller folgen, vorher ist sie gzwungen auf Kurs zu bleiben.

Deshalb hat das Problem Lautstärke nur was mit dem Abstand zur Endleiste zu tun. Wie gesagt es geht ja auch bei einem brett, man stelle sich das Profil durch ein Brett ersetzt vor.

Normales Fliegen Prop ist grade in Vertikaler Stellung bei 12-6 Uhr, die Luft kann ungehindert Abströmen:
Dateianhang:
05.JPG
05.JPG [ 35.71 KiB | 2718-mal betrachtet ]


Achtung der Propeller kommt, kurz vor der 3-9 Uhr Stellung bewegt sich der Propeller in die Abströmzone, die Luftteilchen können den Propeller nicht durchströmen sie werden ganz kurz aufgestaut, das soll der Pfeil nach vorne zeigen, der Pfeil nach oben ist die drehrichtung:
Dateianhang:
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06.JPG [ 35.93 KiB | 2718-mal betrachtet ]


2-8 Uhr Stellung, der propeller hat grade die Abströmzone verlassen und reißt die Luft mit nach oben sie wird ungefähr 90° umgelenkt, "schlagartig"
Dateianhang:
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07.JPG [ 36.05 KiB | 2718-mal betrachtet ]


Dieses Bild soll zeigen was mit den Luftteilchen passiert in der Frequenz (Drehzahl x Blattzahl). Es gibt einen Wechsel aus freier Abströmung, kurzer Vrzögerung / Verdichtung und schlagartiger Umlenkung, ich würde das am ehesten mit einem Peitschenknall vergleichen. Man kann sich dieses periodische Wechseln der Anströmung gut im Kopf vorstellen, wie der rote Pfeil zwischen 3 und 12 Uhr schwingt.
Dateianhang:
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08.JPG [ 35.97 KiB | 2718-mal betrachtet ]

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BeitragVerfasst: Di 13. Mär 2018, 21:54 
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Die unterschiedliche Geschwindigkeit haben sie nur während sie den Flügel passieren ab der Endleiste haben Sie exakt die gleiche Geschwindigkeit und natürlich hat ein "Partner Wechsel " stattgefunden aber das ist für die Lautstärke irrelevant.

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BeitragVerfasst: Di 13. Mär 2018, 23:42 
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Matzito hat es sehr schön beschrieben.
Dass es nichts mit der Geschwindigkeit zu tun hat sieht man an dem oben verlinkten Video. Dort befindet sich der Flieger im Stillstand und trotzdem entsteht das Geräusch vor dem Propeller wenn ein Blatt davor gehalten wird (quasi wie eine davor liegende Tragfläche)


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BeitragVerfasst: Mi 14. Mär 2018, 08:00 
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Gauso ist es. Matzito hat aerodynamisch was drauf und kann es auch leicht und verständlich erklären :winken:

Hier nochmal zitiert, damit es nicht untergeht:
Matzito hat geschrieben:
Es hat viel mehr mit der Vorauswirkung des Propellers auf die umgebende Luft zu tun, die nicht frühzeitig abgelenkt werden kann da sie durch den Flügel oder das horizontale brett "kanalisiert" wird.
Erst an der Endleiste im freien nicht kanalisierten Raum kann sie dem Propeller folgen, vorher ist sie gzwungen auf Kurs zu bleiben.

Deshalb hat das Problem Lautstärke nur was mit dem Abstand zur Endleiste zu tun. Wie gesagt es geht ja auch bei einem brett, man stelle sich das Profil durch ein Brett ersetzt vor.


Gruß Jörg

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BeitragVerfasst: Mi 14. Mär 2018, 12:03 
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bimogi hat geschrieben:
Matzito hat es sehr schön beschrieben.
Dass es nichts mit der Geschwindigkeit zu tun hat sieht man an dem oben verlinkten Video. Dort befindet sich der Flieger im Stillstand und trotzdem entsteht das Geräusch vor dem Propeller wenn ein Blatt davor gehalten wird (quasi wie eine davor liegende Tragfläche)


Dennoch ist es so, dass man in bewegter Luft weitaus mehr Abstand braucht.
Meine Wings sind im von Haus aus Stand leise, weil ich hab immer einige cm Abstand zur Hinterkante.
Erst im Flug - oder beim im 1. Post beschriebenen Test mittels "Windmaschine" - wird das Ding richtig laut.


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BeitragVerfasst: Mi 14. Mär 2018, 20:54 
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Wenn du auf ein bisschen Leistung verzichten kannst dann mach die Enzleiste in dem Bereich des Propeller rund dann kann die Stromlinien dem Propeller Früher folgen und wird nicht so scharfkantig ab geknickt. Je weicher um so leiser.
Aber die fehlende Abrisskante bringt Widerstand.

Dateianhang:
55.JPG
55.JPG [ 12.64 KiB | 2514-mal betrachtet ]


Dateianhang:
66.JPG
66.JPG [ 13.46 KiB | 2514-mal betrachtet ]

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