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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 17:55 
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Im Prinzip ist das wie Metall , kristaline kleine Körner die tunlicht anisotroph sind.
Fasern sind das nicht aber halten natürlich sehr gut.
Die Festigkeit der Mumpe wird extremst unterschätzt und die fertigung ist recht einfach.
Nach der Temperung sind alle teile ausreichend fest.
Wenn man will kann man Roovings mit einbringen halte ich im Moment nicht f notwendig.
Die Belastungen sind hauptsächlich Druck.

Heute dann den Längslenker entformt.
Dateianhang:
A88085BB-FFD3-4CDB-A8A3-3A2B988AC8B3.jpeg
A88085BB-FFD3-4CDB-A8A3-3A2B988AC8B3.jpeg [ 2.14 MiB | 708-mal betrachtet ]

Gewicht:
Dateianhang:
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8BAB6246-E286-4262-9F51-A352C89F6A20.jpeg [ 2.25 MiB | 708-mal betrachtet ]

Und die Form für die Motorhaube fertig laminiert:
Dateianhang:
0AC585DE-0323-4709-8DA4-09D7E03087D3.jpeg
0AC585DE-0323-4709-8DA4-09D7E03087D3.jpeg [ 1.78 MiB | 708-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 19:09 
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Matzito hat geschrieben:
Im Prinzip ist das wie Metall , kristalline kleine Körner, die tunlichst anisotrop sind.
Fasern sind das nicht, aber halten natürlich sehr gut.
Das ist aber schon sehr spezifisches Wissen, hast du eine Ausbildung dahingehend oder dir alles autodidaktisch angeeignet?
Die Idee mit der gemahlenen Kohlefasermumpe und dem "Auswringen" des Harzes ist genial. Bei ausschließlicher Druckbelastung auch ideal für diesen Zweck, vermute ich.

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Gruß Gerhard
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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 20:06 
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Bei R-G.de gibts eine gute Beschreibung zu den gemahlenen Fasern. Ich denke, dass die trotz der kurzen Länge einiges an Zugkraft aufnehmen können, hoher Faseranteil in der Mumpe vorausgesetzt.
Zitat:
Faserlänge: 0,25–0,35 mm
Ergibt leichte, harte Füllmassen
Für Epoxyd-, Polyester- und Vinylesterharze

Gemahlene Kohlefasern werden aus recycelten Fasern hergestellt. Die verwendeten Kohlefasern sind größtenteils mit einer PU-Schlichte ausgerüstet. Ein großer Teil der Schlichte verdunstet allerdings durch die Wärmeentwicklung beim Mahlvorgang. Die gemahlenen Fasern bilden im trockenen Zustand Faserknäuel, die sich im Harz auflösen, so dass sich die Kurzfasern gleichmäßig verteilen.

https://shop1.r-g.de/art/210135

Gruß Jörg

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Sa 9. Mär 2019, 21:11 
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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 10:49 
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Hi, so nun sitze ich mal vor einer richtigen Tastatur da geht vieles einfach schneller und besser zu erklären:
Viele haben mir gesagt nur Mumpe das haelt nicht, denn man muesste Fasern in Längsrichtung legen es hält sonst nicht, (Auch Roovings innerhalb der Mumpe oder an der Formwand würden stark ondulieren) zum Glück wissen die Metalle das mit ihren Korn-Gefügen nicht, die ja auch die verschiedensten mikroskopisch-kleinen Gefügestrukturen (Ferrit, Perlit, Zementit, Ledeburit, Eutektikum,....) ausbilden. Da ist es so das ich verschiedene grosse Kristalle, (Feinkornstahl) an einanderlegen und aufgrund ganz bestimmter Vorgänge und Mischungen so aushärten wie sich die Metalle das wünschen :D.

Diese Kristalle liegen aber oft nur aneinandergereiht,(Kräfte, besser Spannungen laufen also durch Kristallkörner und auch durck sogenannte Korngrenzen) im meiner Mumpe sind die 0,2mm Kohlenstofffasern vernetzt, das heisst die Minifaser 1, liegt an der Minifaser 2,3,4....,n an; diese liegen wieder an anderen n hoch n Fasern an, d.h. es ergeben sich räumliche Ketten, die annähernd anisotropes Werkstoffverhalten liefern und "eine echt geile Vernetzung" bringen :lachen:

Man kennt aber auch Spritzgus, die grauen luftschrauebn v Graupner waren so gemacht mit einem gewissen Glasfaseranteil, das geht allerdings nur begrenzt, da das Spritzgussverfahren irgendwann nicht mehr funktioniert. Also warum nicht Fasermumpe von hand in Werkzeuge geben bei amateurhafter Herstellung, hatte ich mir gedacht, alles nur Spinnerei in meiner Birne, aber ausprobieren liefert ja immer Ergebnisse.


Hier kann man mal Details zu Legierungen nachlesen, Eisen-Kohlenstoff Diagramm mit verschiedenene Gefügen:
http://tu.nuclear868.net/Werkstoffkunde/Eisen-Kohlenstoff.pdf
Es gibt jedenfalls die verschiedensten Gefügearten die aufgrund Ihrer Beschaffenheit verschiedenste Eigenschaften ausbilden.

Ich stelle mir mein Gefüge so ein bischen wie Dendriten vor, die aber sehr sehr kurz (0,2mm) sind und dabei "anisotroph ausgerichtet", doofe Beschreibung :) für extrem disorientiert oder eben nicht ausgerichtet. Wenn jemand Metaller ist und gerne mal ein makroskopisches Schliffbild meiner Mumpe machen möchte kann ich gerne mal eine Probe anmischen und zur Verfügung stellen, das wäre bestimmt interessant. Die Matrix, also das Epoxyd, wuerde ich dann mal analog als Korngrenze bezeichnen. Da wird dann auch schnell deutlich dass der Stoff zu einem Grossteil aus wenig tragender Masse besteht die nur das Gerüst verkleben soll. Je mehr fasern es werden um so schwieriger ist die durchtränkung, in meiner Phantasie gibt es halbdurchlässige Formen aus denen das Epoxyd abfliessen kann und die Bauteile bis zu 90% Faseranteil erlangen. o.k. man müsste die Oberfläche der gesamten fasern ausrechnen und dann schauen wieviele Molekühle notwendig sind diese Faser zu bedecken, damit sie ringsum verklebt, dann muss man wissen wieviele Fasern sich molekühle teilen und wie die Raumgestaltung dabei aussieht.

..ich denke mal für einen Sonntag morgen genug rumgesponnen :lachen:

Eine schöne Darstellung wie so ein Bruch im Material aussieht findet man hier, da geht es um Spritzguss, prinzipell aber aehnlich:
Dateianhang:
Unbenannt.JPG
Unbenannt.JPG [ 45.8 KiB | 662-mal betrachtet ]

Quelle:
https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/5441/5/birr_thomas.pdf



Jetzt zu den wirklich wichtigen Sachen von heute Morgen, die Formen für die QED sind nun allesamt fertig laminiert:
Dateianhang:
2019 03 10 QED  (1).jpg
2019 03 10 QED (1).jpg [ 136.93 KiB | 662-mal betrachtet ]


Dateianhang:
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2019 03 10 QED (2).jpg [ 112.28 KiB | 662-mal betrachtet ]


Dateianhang:
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2019 03 10 QED (3).jpg [ 141.94 KiB | 662-mal betrachtet ]


Dateianhang:
2019 03 10 QED  (4).jpg
2019 03 10 QED (4).jpg [ 151.59 KiB | 662-mal betrachtet ]


Dateianhang:
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2019 03 10 QED (5).jpg [ 147.79 KiB | 662-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 12:18 
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Matzito hat geschrieben:
Maschinenbaustudium mit dem Hintergrund “maximaler Nutzen für Flugmodellbau“ :D
Die beste Kombination lieferte Fachrichtung Mechanik.

Aha, daher weht der Wind!
Du hast dir den Studiengang passend zum Hobby ausgesucht, stimmt's? :D
Technische Mechanik/Statik hat mir immer am meisten Spaß gemacht.
Ist leider nicht mehr viel davon übrig geblieben. Habe es kaum mehr benötigt.

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Gruß Gerhard
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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 12:31 
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Matzito hat geschrieben:
Wenn jemand Metaller ist und gerne mal ein makroskopisches Schliffbild meiner Mumpe machen möchte kann ich gerne mal eine Probe anmischen und zur Verfügung stellen, das wäre bestimmt interessant. Die Matrix, also das Epoxyd, wuerde ich dann mal analog als Korngrenze bezeichnen. Da wird dann auch schnell deutlich dass der Stoff zu einem Grossteil aus wenig tragender Masse besteht die nur das Gerüst verkleben soll.

Ok, jetzt wird es interessant. Ich bin zwar kein Metaller, sondern Keramiker, aber wir fertigen täglich Anschliffe von unseren Werkstoffen an und erstellen Gefügebilder. Da könnte man einen Brocken deiner Mumpe mit durchlaufen lassen.
Verzahnte Werkstoffe kenne ich aus meinen Job ebenfalls. Siliziumnitrid ist solch ein Werkstoff, der sintert zu dünnen, feinen Nadeln, die anisotrop ineinander verzahnt vorliegen und so eine enorme Festigkeit erzeugen. Heißisostatisch gepreßt und hochdruckgesintert können so Biegefestigkeiten von über 1200 MPa erzeugt werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 13:51 
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Hi habe Dir ne PN geschrieben,
reicht so ein Stück? Ist der Rest aus dem Mischtopf.
Habe ich grade zusammen mit den Teilen zum Tempern fuer 3h bei 80° in den Ofen getan, waere cool wenn das reicht dann kannst Du das kommende Woche bekommen.
Dateianhang:
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2019 03 10 QED .jpg [ 88.01 KiB | 641-mal betrachtet ]

lg Matze

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 19:33 
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Die Form der Motorhaube habe ich nach 24h Haertung schon besaeumt, morgen heisst es dann auspacken:
Dateianhang:
2019 03 10 QED  (6).jpg
2019 03 10 QED (6).jpg [ 64.58 KiB | 620-mal betrachtet ]


Auch das Knetgummi schon entfernt.
Dateianhang:
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2019 03 10 QED (7).jpg [ 99.27 KiB | 620-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 19:46 
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Matzito ,

Ich finde es total genial was du alles erschaffst ! Hut ab für deine Arbeiten

LG

Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: So 10. Mär 2019, 20:09 
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Ja noch ist nicht so viel entstanden es ist die Konstruktion da, also auf Papier, das Seitenruder ist gebaut und alle Werkzeuge sind fertig sowie 50% der Fahrwerksteile, der eigentlich Bau steht noch bevor. Also ich bin auf dem Weg mir den Baukasten zu erstellen den man dann noch bauen muss :lachen:
lieben Dank fuer Dein Lob, lg matze

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2019, 16:29 
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Motorhaube entformt:
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2019 03 11 QED (2).jpg [ 96.33 KiB | 624-mal betrachtet ]

Der Deckel muss eine Markierung bekommen wie genau er später drauf muss, der muss beim ersten mal gleich sitzen.

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2019 03 11 QED (5).jpg [ 85.72 KiB | 624-mal betrachtet ]


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2019 03 11 QED (7).jpg [ 80.45 KiB | 624-mal betrachtet ]


Na wer erkennt die Formtrennungen?
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2019 03 11 QED (8).jpg [ 59.2 KiB | 624-mal betrachtet ]


Alle Urmodelle sind so gut erhalten, die taugen nochmals für ne Abformung :D
Dateianhang:
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2019 03 11 QED (1).jpg [ 71.41 KiB | 624-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Mo 11. Mär 2019, 20:23 
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Kleine Radverkleidung Frontteil entformt:
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2019 03 11 QED 001.jpg [ 71.03 KiB | 608-mal betrachtet ]


Hauptradverkleidungsvorderteil entformt:
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2019 03 11 QED 002.jpg [ 63.13 KiB | 608-mal betrachtet ]


Dateianhang:
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2019 03 11 QED 005.jpg [ 74.21 KiB | 608-mal betrachtet ]


Entformungsorgie, schoener als Weihnachten:
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2019 03 11 QED 004.jpg [ 79.73 KiB | 608-mal betrachtet ]


Alle Formen wurden gesaeubert gebohrt und angeschliffen und mit Einschlagmuttern und Schrauben mit Scheiben versehen und verklebt:
Dateianhang:
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2019 03 11 QED 006.jpg [ 99.65 KiB | 608-mal betrachtet ]


Die Stirnseite wird mit Mumpe aufgeklebt und danach angehutzt:
Dateianhang:
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2019 03 11 QED 007.jpg [ 88.28 KiB | 608-mal betrachtet ]


Auch an senkrechten Wänden:
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2019 03 11 QED 008.jpg [ 94.28 KiB | 608-mal betrachtet ]


laeuft nix ab:
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2019 03 11 QED 009.jpg [ 63.8 KiB | 608-mal betrachtet ]

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 06:14 
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Danke an Gerhard für die tollen Schliffbilder die ich hier gerne mal zeigen möchte:

Zitat Gerhard:
"Der Anschliff wurde bis auf 1 µm Diamantkörnung herunter poliert. DF=Dunkelfeld, HF=Hellfeld.
Es sind alles lichtmikroskopische Bilder, denn im Rasterelektronenmikroskop konnte man nicht allzu viel Details erkennen. Witzig ist, daß im Dunkelfeld die Matrix opak-transparent erscheint, dadurch kann man ein paar Zehntel Millimeter hineinsehen. Im Hellfeld sieht man dafür die Verteilung der Fasern besser. Ich sende dir später auch noch ein LiMi-Video , da Verteilung der Fasern über den gesamten Masse-Brocken doch relativ inhomogen ist. Über das Video bekommt man einen besseren Gesamteindruck.
Auch sind viele Poren vorhanden. Beides, Poren und die inhomogene Verteilung der Orientierung der Fasern, wird dem Hand-Anmischverfahren geschuldet sein. Jedoch kann man, besonders im 100x-DF-Bild, schön die Verschränkung der Fasern erkennen. Da hat man dann auch eine Vorstellung, wo die Festigkeit des Materials herkommt.
Vielleicht noch ein Wort zur Erläuterung, was man auf den DF-Bildern sieht: die dunklen Ovale und Kreise sind die Enden der Fasern in der Anschliffebene, je nachdem, in welchem Winkel sie an der Schliff-Oberfäche austreten. Die silbrig-glänzenden Striche sind die Fasern selbst in der Matrix, der Faserdurchmesser beträgt ca. 8 µm."

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CFK-Eigenbaumaterial 02.jpg
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Ich finde die Bilder sehr aufschlussreich, vor allem denkt man die kleinen Dinger sind kleine Körner weil 0,2mm lang aber sie sind eben so dünn. Ich hatte ja vorher mit einigen Modellfliegern und auch GFK/CFK Leuten gesprochen und die Meinung war eigentlich dass Mumpe keine grosse Festigkeit haben kann.
Sehr aufschlussreich auch wie viel Platz da noch zwischen den Fasern ist, d.h. ideal wäre wenn man den noch mit Fasern füllen könnte, wobei je trockener das ganze um so mehr Lufteinschluesse gibt es eben auch, hier die schwarzen Flecken in den ersten Bildern, da sind es recht viele und grosse, da die Probemasse aus dem Rührtopf stammt, in der Form wurden sie ja recht lange mit einem kleinen Borstenpinsel "getitscht" da sind dann weinger und kleinere, aber man erkennt an der Oberfläche daß Lunker zu den normalen Materialeigenschaften gehört.
Für eine händische Kleinstserie wie hier nicht wegzudenken, für einen größeren Einsatz hätte ich da noch ein paar sehr coole Ideen, aber dazu braucht es noch ein bischen "Ausbrüten".

Also nochmal Danke für die genialen Einblicke, Gerhard, das hat mich sehr inspiriert :up:
lg Matze

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 07:23 
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Wow, sehr cool!!! Krass finde ich die "riesigen" Zwischenräume. Da müsste noch was gehen. Aber super toll das so zu sehen!

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Gruss Fidel
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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 08:06 
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1A Bilder, aber nicht Repräsentativ, weil Mumpetopf ist nur gerührt, in der Form hast das ganze ja nicht verpresst. da dürfte es mit den Hohlräumen besser aussehen.
Aber Hauptsache es ist Stabil.
Meine gerührten Reste vom Akubrett einkleben mit extrem viel Microballons und kaum Harz ist auch sehr Steif geworden, und leicht wie Balsa. Das hätte ich nicht geglaubt.

Sepp

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Habe ne kleine Heliflotte, einiges an Fliegern. FPV mit 2,40 Meter Skysurfer, Mercury und Nuris.


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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 08:34 
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satsepp hat geschrieben:
1A Bilder, aber nicht Repräsentativ, weil Mumpetopf ist nur gerührt, in der Form hast das ganze ja nicht verpresst. da dürfte es mit den Hohlräumen besser aussehen.
Aber Hauptsache es ist Stabil.
Meine gerührten Reste vom Akubrett einkleben mit extrem viel Microballons und kaum Harz ist auch sehr Steif geworden, und leicht wie Balsa. Das hätte ich nicht geglaubt.

Sepp
In der Form hat er es verpresst, da dürften viel weniger Poren drin sein, korrekt.
Aber der Faseranteil dürfte durch das Pressen nicht sehr gestiegen sein, denn mit dem Harz hat es sicher genauso viel Fasern rausgedrückt.

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Fr 15. Mär 2019, 10:09 
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Ja dass stimmt, leider habe ich diesen kleinen Musterstreifen nicht gefunden den haette ich schicken sollen.
Man müsste eigentlich mal einen Form für eine Zugprobe machen, das wäre richtig interessant.

Theoretisch kann man den Faseranteil erhöhen, aber das Zeug rührt sich schon wie Kaugummi und es dauert Wochen bis alles durchtränkt ist und dann sind extrem viele Blasen drin, besser waere wahrscheinlich verduennen mit was auch immer und dann verdunsten lassen beim Einbringen und später durch Diffusion.

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 05:19 
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So, die Orca-Pause ist vorbei nun soll es hier weitergehen und während der Orca schon 2 mal in der Luft war wurden auch die Formen 2 mal gewachst und poliert:
Dateianhang:
IMG_7423.JPG
IMG_7423.JPG [ 1.77 MiB | 365-mal betrachtet ]

Ich hoffe sobald Michael seinen Orca fertig hat hat er Zeit meine Formen mit Vorgelat zu spritzen.
Wenn alle GFK Teile fertig sind, auch die Fahrwerksteile, werden die Formen eingelagert und es geht an den Holzbau, endlich. :D

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 Betreff des Beitrags: Re: GeeBee R6 Q.E.D. II
BeitragVerfasst: Mi 10. Apr 2019, 18:19 
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Registriert: Mi 22. Apr 2015, 21:20
Beiträge: 157
Wohnort: Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen
Deine Formen sind echte optische Leckerbissen.
Die würde ich mir so in die Vitrine stellen.
Saubere Arbeit!

_________________
Gruß Gerhard
Hardware FPV-> FC: MATEK F405-WING / Rx: FrSky L9R / Tx: FrSky XJT-Modul / im EPP-Nuri
neu: 800 mm-Racer; ASW 28
...und die ganze Werkstatt voll mit den üblichen Flieger-Relikten ...


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