FPV-Treff.de

Das unabhängige Forum von und für FPV-Piloten
Aktuelle Zeit: So 22. Okt 2017, 04:50

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 267 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 14  Nächste
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Sa 16. Feb 2013, 15:38 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Baubericht des antiken Nurflügel-Segelflugmodell HUPA-77 "Leimberg" von Paul Hucke, Eisenach 1954

Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 014.jpg
2013 02 16 Leimberg 014.jpg [ 73.15 KiB | 14801-mal betrachtet ]


Vor einiger Zeit entstand in meiner Werkstatt ein antikes Segelflugmodell (Stiegker) von Paul Hucke. Das Modell ueberzeugte durch sehr gute Flugeigenschaften und ein wunderschöne Flugbild. Ich habe damit viele, viele schoene Stunden in der Luft verbracht und im letzten Sommer nur mal so zum Spass eine FPV Cam draufgesetzt. Das war der Zeitpunkt an dem der Wunsch geboren war ein Antikmodell zum reinen FPV-Genussfliegen zu bauen. Ich bin total verliebt in die Bauweisen der Antiken, auch wenn ich viel mit GFK arbeite, so erzeugt der Anblick eines schoenen, filigranen Holzbaus ein echtes Gluecksgefuehl bei mir und wenn man einmal ein solches Modell geflogen ist, dann moechte man mindestens eins strandartmaessig zu seiner Flotte zaehlen.

Nun gibt es wenige Antikmodelle die ein gewisse Mindestgroesse aufweisen; auch beim Stiegker sollten es damals schon ueber 3m sein und der Wunsch bestand jetzt genauso, gerne sollte es ein Nurfluegel sein mit den dadurch bedingten Vorzuegen fuer das FPV-Flliegen. Begeistert durch das Paul Hucke Design und im Gespraech mit Antikmodellfliegern wurde mir schnell klar was fuer eine Koryphaee Paul Hucke gewesen ist (Ich bedauer es sehr Ihn zu Lebzeiten nicht mehr kennengelernt zu haben.) und so viel die Wahl fuer einen antiken FPV-Nuri auf den "Leimberg". Fuer die damalige Namensgebung waren die Initialen oder die ersten Buchstaben des Namens ueblich, das findet man bei vielen der alten Modelle, und dann eine Durchnummerierung. Zusaetzlich war man in der Namensgebung sehr kreativ, es gab namen wie Sausewind, Klettermax, Trabant, Wolkenbummler, Greif,..Der Name Leimberg stammt, so glaube ich gehoert zu haben vom Haus - und Hof - Hang des Konstrukteurs.

Zum Glueck sind die alten Bauplaene immer noch verfuegbar im Planarchiv Paul Hucke, dass von seinem Schwiegersohn und Tochter lliebevoll gefuehrt und gepflegt wird. Kontakt gibt es ueber die Seite der http://www.antikmodellflugfreunde.de/, oder via email direkt an ewald.frank-ob@t-online.de

Nach einem Anruf und der Bezahlung erreichten mich dan dies Bauplaene:

Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 015.jpg
2013 02 16 Leimberg 015.jpg [ 114.65 KiB | 14798-mal betrachtet ]


Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 016.jpg
2013 02 16 Leimberg 016.jpg [ 94.59 KiB | 14798-mal betrachtet ]


Der Leimberg wurde auch bereits vom Antikmodellflugexperten Wolfgang Ardelt nachgebaut, den ich dieses Jahr beim Antikflugtreffen in Brueggen kennenlernen durfte. Ich sprach von meinem Wunsch das Modell nachzubauen und er schickte mit flugs eine CD mit all seinen Baustufenbildern, wovon ich dieses gerne zeigen moechte:

Dateianhang:
xxxxxxxxxxxxxxx.JPG
xxxxxxxxxxxxxxx.JPG [ 171.08 KiB | 14797-mal betrachtet ]


Vielen Dank an dieser Stelle an Wolfgang fuer die viele Bilder, die spontane Hilfe und die vielen Tips.

Das Bild zeigt den Leimberg ohne die Seitenleitwerke, die eher eine Art Grenzschichtzaun sind, weil so kurz sind, aber auf dem Bauplan sind sie zu erkennen. Wolfgang sagte der Leimberg fliegt auch ganz prima ohne SLW (er hat beides probiert), auf dem Plan schlagen sie nur nach Aussen aus, also bremsen den Fluegel "kurveninnen" ab und unterstuetzen so das Giermoment in die Kurve hinein.

Nun zum Bauplan:
Ganz schnell stand fest, dass der doch recht kompakte Rumpf ein bischen "aufgepustet" werden muss, um hinten einen Motor montieren zu koennen und vorne die FPV-Kamera in den Rumpf integrieren zu koennen. Als FPV-Kamera kommt die original BSC8W zum Einsatz und zwar mit dem Original Objektiv, da beim kurzen Objektiv die Kameraecken durch den Rumpfsechskant schauen wuerden. Nach einigen Telefonaten zur Motorenauswahl fand ich bei Herrn Reisenauer einen sehr leichten kleinen Antrieb mit Getriebe, der aber noch nicht letztendlich ausgewaehlt ist, da noch einige Sachen unklar sind. Er ist aber schon im neuen Rumpf entsprechend beruecksichtigt. (105gr und Luftschraube 16 x 8, Effiziienz des Antriebs 80%).

Hier mal 2 Bilder zur "FPV-Elektro-Variation" des Rumpfes:

Dateianhang:
hc_007.jpg
hc_007.jpg [ 65.81 KiB | 14790-mal betrachtet ]

Keine Angst, der erste Spant hat bereits ein groesseres Loch bekommen damit das Objektiv durchpasst.

Dateianhang:
hc_006.jpg
hc_006.jpg [ 37.42 KiB | 14790-mal betrachtet ]

Hier der Spantenstrak, den es nun gilt auszusaegen. Alle Spanten sind 2mm Birkenflugzeugsperrholz, nur Spant 1,3und 10 sind aus 3mm, da hier Nasenklotz,Fluegel und Motor befestigungen finden muessen. Der Rumpf ist weiterhin so gestaltet, dass spielend ein 2200 3s Lipo hineinpasst, aber auch ein 4000 er 3s. Dabei kann der Akku ein gewisses Stueck verschoben werden. Ich moechte spaeter dadurch das Gesamtgewicht sowie den Schwerpunkt beeinflussen koennen.

Hier mal eine Darstellung der verschiedenen Akkutypen 2200, 2650, 3500 und 4000, alle als 3s:
Dateianhang:
SnipImage.JPG
SnipImage.JPG [ 136.99 KiB | 14790-mal betrachtet ]


Heute habe ich mal das schlechte Wetter genutzt und bin in den keller zum Saegen gewesen. Laubsaegearbeiten sind immer wieder klasse, ich kann die CNC-Fraesen-Fetischisten gar nicht verstehen, o.k. manchmal schon, aber bei so ein paar Spanten ist man in ner guten Stunde durch:

Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 011.jpg
2013 02 16 Leimberg 011.jpg [ 95.13 KiB | 14790-mal betrachtet ]

Die Spanten wiegen alle zusammen 20gr.

Dabei moechte ich noch einen kleinen Trick verraten, den ich mir in den vielen Jahren beim Perfektionieren der Laubsaegearbeiten ausgedacht habe:
Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 009.jpg
2013 02 16 Leimberg 009.jpg [ 74.16 KiB | 14790-mal betrachtet ]

Alle Spanten muessen auch innen ausgesaegt werden und man neigt dazu jedes Mal das Laubsaegeblatt Aus - und wieder Einzuspannen! Das muss aber nicht sein, man kann alle Spanten auffaedeln und die fertig gesaegten nach hinten auf dem Buegel werfen.
Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 007.JPG
2013 02 16 Leimberg 007.JPG [ 68.11 KiB | 14790-mal betrachtet ]

Beim Saegen haelt der Arm die fertigen Spanten, waehrend die, die noch gesaegt werden muessen unten locker auf dem Saegeblatt haengen. das stoert gar nicht und man muss so nur einmal das Blatt umspannen.

Mit der Herstellung der Balsarippen wurde auch schon begonnen, diese entstehen im Rippenblockverfahren, insgesamt 4 Bloecke wovon schon 2 hergestellt wurden:
Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 002.jpg
2013 02 16 Leimberg 002.jpg [ 120.33 KiB | 14789-mal betrachtet ]

Dies sind die geraden Flaechenstuecke, die sind am einfachsten herzustellen, trotzdem ist entsprechende Sorgfalt angesagt. Das Fluegelmittelstück enthält die Zugensteckungen und dort sind alle Teile aus Sperrholz, diese werden etwas später, jedes Teil einzeln, hergestellt.

Die fertigen Spanten wurden auf einer Rumpfhelling aufgebaut. Aus Platzgruenden wurden einige der Hellingleisten flach, andere hochkant aufgeklebt, so laufen alle Gurte einwandfrei durch die Ausschnitte in den Spanten und das Rumpfgeruest wurde aufgebaut.
Damit wieder eine Referenzebene entsteht, wurde die Helling auf den Kopf gedreht:
Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 017.jpg
2013 02 16 Leimberg 017.jpg [ 81.89 KiB | 14769-mal betrachtet ]

Somit kleben die Hellingleisten unter dem Hellingbrett. Man legt ein Stahllineal auf und zeichnet die Mittelachse senkrecht zu allen Hellingleisten. Danach wird Spant fuer Spant fixiert, mit Klammern oder doppelseitigem Tape. Alle Gurte werden durch die Spantenausschnitte gezogen und alles fixiert. Bevor dann verklebt wird, wird nochmals von allen Seiten ueber den Rumpf gepeilt. Ist auch wirklich alles gerade? Dann werden die Kontaktpunkte zwischen Spanten und Gurten mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert. Ist alles verklebt, nimmt man das Geruest wieder vorsichtig von der Helling.
Die ersten Gedanken an den fertigen Flieger kommen auf, wenn man die FPV-kamera schon mal in der Rumpf steckt:
Dateianhang:
2013 02 16 Leimberg 020.jpg
2013 02 16 Leimberg 020.jpg [ 94.63 KiB | 14769-mal betrachtet ]

Die Kontaktpunkte werden dann im Nachhinein nochmal mit einem Tropfen Weissleim fixiert.

Im Weiteren müssen alle Rippen des deltafoermigen Flügelmittelstücks aus min. 1mm teilw. 3mm Sperrholz angefertigt werden. Auch die Zungensteckungen sin auf 5mm Sperrholz aufgezeichnet. Das Aufzeichnen geschieht mittels Pergamentpapier. Man legt es auf den Plan, zeichnet das Einzelteil oder die Rippe sehr genau nach, legt es dann umgedreht auf´s Holz und drückt mit dem Bleistift die vorher gezeichneten Linien aufs Holz durch. So werden die Striche auf dem Holz sehr exakt. Man sollte die dann nochtmal nachzeichnen, damit sie wirklich gut zu sehen sind. Jedes Teil wird somit 3 mal gezeichnet... :popcorn:
Dateianhang:
2013 03 02 Leimberg 002.jpg
2013 03 02 Leimberg 002.jpg [ 50.97 KiB | 14529-mal betrachtet ]


Die nächste Arbeit dauert etwas länger und ist den "Laubsägefetischisten" vorbehalten. Bisher habe ich nur Menschen getroffen, denen das zu viel Arbeit ist, leider kann deshalb auch keiner nachvollziehen wie schön das nachher ist wenn die Teile ein fertiges Flugzeug bilden. (Für mich ist das pure Leidenschaft, der Geist des Fliegers pulsiert schon in meinen Adern, ich kann das Wachstum förmlich spüren.)
Dateianhang:
2013 03 02 Leimberg 010.jpg
2013 03 02 Leimberg 010.jpg [ 122.17 KiB | 14529-mal betrachtet ]


Die diversen Löcher in den Rippen wurden auf verschiedenste Arten versucht, das Schnellste war es sie einzeln mit der Laubsäger herauszutrennen, das erfordert viel Umspannarbeit, ging aber am schnellsten und saubersten, ohne Ausfaserungen / Aufspleißungen. So siehts danach unterm Tisch aus.
Dateianhang:
2013 03 02 Leimberg 003.jpg
2013 03 02 Leimberg 003.jpg [ 107.1 KiB | 14529-mal betrachtet ]


Die Zungensteckungen sollen auch original übernommen werden. Bei meinem letzten Antiken, dem Stiegker, waren die 5mm Zungen aufgebaut aus 3mm Sperrholz, mit 3mm Federstählen zur Verstärkung, und je 1mm Decklagen. Hier beim Leimberg sind nur 5mm Zungen ohne Verstärkungen vorgesehen. Aus Angst vor Bruchgefahr, das Modell wird ja mit wesentlich mehr Ausrüstung belastet, habe ich die Zungen beidzeitig mit je einer Lage 105gr und je einer Lagr 50 gr Glas beschichtet, daß auf eine Glasplatte laminiert wurde. Vorher haben die Hölzer natürlich den antiken Antrich mit dunkler Beize bekommen.(der helle Teil verschwindet im Flügelmittelstück)
Dateianhang:
2013 03 02 Leimberg 009.jpg
2013 03 02 Leimberg 009.jpg [ 105.62 KiB | 14529-mal betrachtet ]

Die Beize (die hellste die ich finden konnte):
Dateianhang:
2013 03 03 Leimberg 002.jpg
2013 03 03 Leimberg 002.jpg [ 44.97 KiB | 14517-mal betrachtet ]


Die Erfahrungen beim Stiegker haben gezeigt, dass Stellen die mit Kleber isoliert sind nachher nicht beizfaehig sind und hell bleiben, das sieht dann nicht so toll aus. Deshalb wird auch das gesamte Beplankungsholz (0,4mm Sperrholz) vorher gebeizt. Hier sieht man auch schon die Zungenkästen, mit den dreieckigen Rippenanschlägen. Die Hoehe wird so lange feingeschliffen, bis die Zungen nicht mehr ganz leichtgaengig aber auch nicht zu schwer eingeführt werden können. mit einem Druckverteiler ,sehr dickes Holzbrett, drückt man die Oberlage aus 1mm Sperrholz auf und versucht das testweise. Auch das Spiel im Kasten bei Durchbiegung muss gänzlich verschwinden. Wer hier genau arbeitet wird nachher mit einer perfekten Steckung belohnt.

Die Flaechenbereiche mit konstanter Flächentiefe waren ja schon im Block gefertigt, hier nun noch die Außenbereiche der Flügel. Gut zu erkennen der S-Schlag am Außenflügel, das kann noch eine richtige Herausforderung werden auf der Helling.
Dateianhang:
2013 03 02 Leimberg 011.jpg
2013 03 02 Leimberg 011.jpg [ 100.74 KiB | 14529-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:15 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Die fertigen Rippen und Zungen wurden nun aufeinander angepasst, die Zungenkaesten zugeklebt und alles zusammengesteckt. Leider passt es nicht ganz so wie gewünscht.
Dateianhang:
2013 03 03 Leimberg 003.jpg
2013 03 03 Leimberg 003.jpg [ 85.46 KiB | 14517-mal betrachtet ]


Man kann hier einen leichten Versatz genau im Steckungsbereich sehen, die davorgelegte Nasenleiste zeigt, dass Rippe 7 und 8 zu weit nach hinten versetzt sind, Rippe 7 ist nach hinten offen und kann einfach vorgezogen werden, Rippe 8 muß evtl. neu gefertigt werden, grr muss ich mir demnächst nochmal anschaun. (Habe den Ausschnitt vergrößert, sollte jetzt passen)
Dateianhang:
2013 03 03 Leimberg 005.jpg
2013 03 03 Leimberg 005.jpg [ 124.46 KiB | 14517-mal betrachtet ]


Rippe 4 hätte gar keinen Ausschnitt gebraucht, mache ich auch ggfs neue Teile.
Dateianhang:
2013 03 03 Leimberg 006.jpg
2013 03 03 Leimberg 006.jpg [ 77.05 KiB | 14517-mal betrachtet ]


Gestern kam der Motor von Reisenauer mit 16 x 10 Zoll Freudenthaler Propeller. Der Rumpf ist gerade so fuer den Motor gebaut, jetzt im Nachhinein ist´s noch ein bischen enger als erwartet.
Dateianhang:
2013 03 05 Leimberg 005.jpg
2013 03 05 Leimberg 005.jpg [ 91.66 KiB | 14502-mal betrachtet ]


Die Kabel müssen an der Rumpfunterseite befestigt/angeklebt werden, damit der Aussenlaeufer sie nicht beschaedigt, wenn er im Rumpf rotiert.
Dateianhang:
2013 03 05 Leimberg 006.jpg
2013 03 05 Leimberg 006.jpg [ 66.73 KiB | 14502-mal betrachtet ]


Durch die kurze 6mm Welle und die vorklappenden Propeller gehts zum Rumpfäußeren doch sehr eng zu. Hier mußte sogar eine Rumpfkannte nachgesetzt werden. Die Propeller brauchen nachher auf jeden Fall einen Anschlag in beide Richtungen. Vielleicht muss auch noch ein größeres Mittelstück her.
Dateianhang:
2013 03 05 Leimberg 008.jpg
2013 03 05 Leimberg 008.jpg [ 44.73 KiB | 14502-mal betrachtet ]


Ich habe mit dem Aufbau des inneren Flügels begonnen. Nachdem alle Teile gefertigt waren wurden sie zusammengesteckt und entsprechend nachgearbeitet dass alles gut zusammen passt. Die Guthoehen wurden ermittelt und nach dem Anzeichnen der Rippenpositionen auf einem sehr harten Styropor wurden Hellingleisten aus Balsa positioniert. Die Untergurte wurden gesetzt, die Rippen darauf, die Nasenleiste eingefügt und die Endleiste von hinten dagegen geschoben. Auch der Hilfsholm bekam eine hellingleiste unterlegt. Dabei wurde immer wieder mit dem Aussenflügel kontrolliert. Auch am ansteckbaren Flügelteil wurden die Rippen mit Weißleim auf die Zungenkästen geleimt. Nachdem alles ausgehaertet war wurden die Zungen eingeschoben und wieder ausgerichtet und kontrolliert. Die Zungen wurden sodann mit Weißleim, hier erst auf der Oberseite, in Ihrer Position verleimt. (Vorher an den Positionen gut angeschliffen) Auf der gebeizten Zungensteckung ist der noch nicht getrocknete Weissleim gut zu sehen. Zuletzt wurden noch die Obergurte gezogen und zum Trocknen beschwert. Nicht mit festgeleimt wurde die Flügelmittelrippe, da diese nachher zu beiden Teilen wegen der V-Form einen Winkel bildet. Um das Ganze voranzutreiben und Stabilitaet in die Konstruktion zu bringen habe ich mich entschieden die Verkastungen zwischen den Holmen nachtraeglich einzubringen. Beide Innenflügel sehen jetzt so aus:
Dateianhang:
2013 03 07 Leimberg 004.jpg
2013 03 07 Leimberg 004.jpg [ 95.15 KiB | 14475-mal betrachtet ]


Nachdem alles durchgetrocknet ist wurde die V-Form des Plans in die entsprechenden Hoehendifferenzen umgerechnet, die Innenflügel unterlegt und dann alle Leisten an einer gedachten vertikalen Mittelebene abgeschnitten. Genau an dieser Ebene kommen die Fluegelhaelften später zusammen. Hier wurde schon eine Winkelverkastung / Holmverbinder eingeleimt. Das ganze darf dann erst mal wieder gut durchtrocknen bis morgen.
Dateianhang:
2013 03 08 Leimberg 005.jpg
2013 03 08 Leimberg 005.jpg [ 91.73 KiB | 14468-mal betrachtet ]


Am Besten ist natürlich man baut eine komplette Helling, ich wollte nur nicht wieder so viel Styropormüll produzieren und versuche mit dem hinzukommen was ich habe.

Auf einem 2ten Baubrett entsteht der innere Teil des rechten Aussenfluegels. Dazu wurde auf ein Pergamentpapier der Holm, Nasen - und Endleiste, sowie Rippenpositionen übertragen. Durch die enorme Pfeilung passt es gerade so auf das 1000mm x 500mm große Baubrett aus Styropor. Die Bereiche mit den Zungensteckungen werden zuerst auf den Untergurt gesetzt und verleimt, alles gut positioniert. Jetzt ist es an der Zeit nachzudenken wo spaeter mal die Kabel durchlaufen sollen, ich persoenlich mag es nicht wenn man gen Himmel schaut und man sieht zwischen den Rippen durch die Bespannung hindurch die durchhaengenden Kabel, deshalb ziehe ich die kabel spaeter durch die Torsionsnase, die mit 0,4mm Sperrholz beplankt werden wird. Eine alte Musterrippe fuer den Rippenblock bekommt eine Bohrung und dann werden nach und nach die Balsarippen im 5er-Pack druntergelegt und die Loecher mit Minidrill und Korundschleifer in Zylinderform durchgeschliffen. Das habe gleich fuer alle Rippen rechts und links gemacht. Dann nimmt man sich die entsprechende Anzahl (15 Stueck) Halbrippen, stapelt sie und saegt sie hinter dem Holm ab und verschleift diese halbrund. Die Rippen werden in Fleißarbeit mit Weißleim auf den Gurt gesetzt und durch Naegel in Pfeilungsposition gehalten. Sie kreuzen den Gurt nicht orthogonal, d.h. sie wollen zurueckdrehen. Immer darauf achten, daß die Rippen vertikal sind, der Holm ganz eintaucht, die Rippe korrekt auf dem Baubrett/Helling aufliegt und genau in Flugrichtung zeigt. Je genauer das Profil, umso besser wird das Ergebnis spaeter fliegen. :D
Dateianhang:
2013 03 08 Leimberg 003.jpg
2013 03 08 Leimberg 003.jpg [ 91.65 KiB | 14468-mal betrachtet ]


Ist Alles ausgehärtet und mit Nasen und Endleiste versehen, können die Verkastungen aus 6mm Balsa mit vertikal (sehr wichtig) ausgerichteter Maserung zwischen die Holme gesetzt werden. Im Flügelmittelteil wurde jedes teil haendisch angefertigt, fuer die 1m langen Fluegelstücke mit äquidistanten Rippenabständen wurde ein entsprechend breiter Balsastreifen geschnitten und mittels Anschlag diverse Stücke gleicher Höhe gesägt. Mit einer Schablone werden die Seiten, die an den Rippen anliegen, winklig geschliffen. Vor dem Verleimen wird dann jedes teil nochmals genau angepasst. Sämtliche Spalte und der restliche Bauraum zwischen den Holmen (8mm tief bei 6mm Verkastung) wird zuletzt von beiden Seiten mit Epoxy-Microballon-Gemisch in "Balsakonsistenz" aufgefüllt und mit einem scharfen Spachtel abgezogen.

Dateianhang:
2013 03 13 Leimberg 009.jpg
2013 03 13 Leimberg 009.jpg [ 142.33 KiB | 14404-mal betrachtet ]

Im Fügebereich besteht der verbinder aus massivem Sperrholz 2 Lagen 10mm in V-Form, die dann auf die Gurtbreite von 8mm angepaßt wurden. Zwischenzeitlich hat auch das Flügelmittelteil die Balsafüllklötze erhalten, die für die Verschraubung und Verdübelung notwendig sind.

Dateianhang:
2013 03 13 Leimberg 007.jpg
2013 03 13 Leimberg 007.jpg [ 76.94 KiB | 14404-mal betrachtet ]


Im Plan sin noch diverse Diagonalstreben zwischen den Rippen gezeigt, die aus 2x2mm Balsa angefertigt werden sollen. Ich wollte nicht so viele Leisten kaufen und entschied mich die Leisten selbe zu schneiden; mit 2mm eine Friemelarbeit, deshalb entschied ich mich für 3x3 Balsaleistenanfertigung aus einem 3mm Brett. Hat man eine handvoll Leisten geschnitten, kann man mit dem Einsetzen zwischen den Rippen beginnen, dazu eignet sich ein sehr scharfes Messer (neue Klinge einsetzen) am besten, etwas Schleifpapier und Weissleim. Die Position, wie im Plan gezeigt, am Hilfsholm und am Haupsholm führt dazu, daß die geraden Digonalstreben nach unten aus dem gewölbten Profilverlauf (Hohlprofil) hervorstehen. Mmhh? Ich habe mich dafuer entschieden die Position vorne am Holm ca. 1cm anzuheben, damit die Diagonalen nicht nach unten aus der Profilierung hervorstehen. Es wird ohnehin schwierig die sich spannende, bügelbare Gewebefolie am konkaven Verlauf der Rippenaufleimer zu fixieren, wennd ann zusaetlich Diagonalstreben dagegendrücken ist das nicht hilfreich oder zielführend.
Dateianhang:
2013 03 13 Leimberg 001.jpg
2013 03 13 Leimberg 001.jpg [ 111.51 KiB | 14404-mal betrachtet ]

Im hinteren Rumpfbereich wird es derzeit sehr eng, irgendwo muß ja noch der Motor durchgeschoben und montiert werden, aber auch die Flaechenverschraubung benötigt ausreichend Platz

Als zusaetzliche Verstaerkung habe ich noch einen Aramidroving 805Tex auf die Holme gepoxt. Darüber kommt spaeter die Beplankung. Dieser Roving soll Schlimmstes bei zu hoher Last vermeiden. Zusammen mit den enormen Verkastungen im Fügebereich, wird diese Stelle jetzt sicher halten.

Dateianhang:
2013 03 13 Leimberg 014.jpg
2013 03 13 Leimberg 014.jpg [ 85.96 KiB | 14404-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:15 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Gestern bei Hoellein bestellt, war heute das Paket schon da. Habe mir sehr kleine leichte Servos ausgesucht, da es sich ja um einen langsam fliegenden antiken Flieger handelt. Unbedingt ausprobieren musste ich die MKS Servos DS65K, 8,5mm breit und 8,5gr leicht und Ganzmetall. Da ich Anfangs hin und her gerissen war die Seitenruder beweglich zu gestalten oder nicht, habe ich mich letztlich fuer diese sehr leichte Variante entschieden im Sinne der Originalgetreuheit. Diese Servos sind die rot eloxierten und kommen standartmäßig mit einem Hebel, aber auch mit einem Aufsatz um eine moderne RDS Anlenkung zu realisieren. Gedacht sind diese Servos eigentlich fuer SAL-Segler. Sind auch nicht ganz billig, aber ich steh ja auf "mal ausprobieren" ;) Fuer die QR/HR habe ich etwas staerkere, groessere, aber immernoch kleine, etwas billigere JR-Servos gekauft und einen DSM2 Spektrumempfaenger. Wir bauen hier ja keinen Weitflieger sondern einen Genußflieger also ohne OSD und ohne UHF!
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 001.jpg
2013 03 15 Leimberg 001.jpg [ 88.27 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Für dieses Wochende hatte ich mir den Bau der Außenflügel vorgenommen, also was spricht dagegen gleich damit zu beginnen? Der Plan wird also wie bei den anderen Fluegelteilen auch, auf Pergament übertragen, eine weitere lage davon und ein 2tes mal Zeichnen, denn diesmal soll simultan und sehr symmertisch gebaut werden, indem u.a. die Rippen eine gemeinsame Hellingleiste im Endleistenbereich nutzen.
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 004.jpg
2013 03 15 Leimberg 004.jpg [ 89.62 KiB | 14373-mal betrachtet ]


Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 008.jpg
2013 03 15 Leimberg 008.jpg [ 111.7 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Hier entsteht gerade die konische Hellingleiste, schoen vertikal am Lineal entlang, wird natuerlich nicht perfekt, deshalb eine behelfsmaessige Lehre zum Nachschleifen:
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 009.jpg
2013 03 15 Leimberg 009.jpg [ 83.67 KiB | 14373-mal betrachtet ]


Jede 2te Rippe ist eine kurze und deshalb ist nun der Zeitpunkt zum Kuerzen gekommen, nicht schoen aber selten. Danach muss man wieder an die Loecher in den Rippen denken damit nachher das Kabel durchlaufen kann.
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 006.jpg
2013 03 15 Leimberg 006.jpg [ 54.17 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Soweit fertig beginne ich die Plaene auszurichten, dass die Endleisten passend zu liegen kommen und sich ohne zu Streiten die eine konische Helligleiste teilen. Als erstes kommt wieder die Hellingleiste fuer den Holm drauf
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 007.jpg
2013 03 15 Leimberg 007.jpg [ 99.92 KiB | 14373-mal betrachtet ]


Nach einer Weile sieht das dann so aus:
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 010.jpg
2013 03 15 Leimberg 010.jpg [ 99.78 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 011.jpg
2013 03 15 Leimberg 011.jpg [ 111.43 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 012.jpg
2013 03 15 Leimberg 012.jpg [ 100.36 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Dei Verkastungen fertige ich im Außenflügel aus 3mm Balsa, auch wieder vertikale Maserrichtung, damit bei Biegung, die Gurte auf Abstand haltend, nix aufspleissen kann und der Doppel-T-Traeger nicht frühzeitig kolabiert.
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 013.jpg
2013 03 15 Leimberg 013.jpg [ 106.04 KiB | 14373-mal betrachtet ]

Hier mal kurz angemert, daß die Rippe die nachher im Flächenknick liegt nicht mit festgeklebt wird, Hier kommt auch keine Verkastung hin sondern spaeter ein stabiler Sperrholzverbinder.

Hat man alle eingeleimt, ist es ein Kinderspiel den Obergurt einzulegen, auf korrekte Position pruefen, beschweren und Propellerleim aushaerten lassen. Immer darauf achten daß die Endleiste schoen auf der Helling fixiert bleibt. Sollte hier nicht akurat gearbeitet werden und Verzug bzw. ungleiche Schraenkung eingebaut werden, fliegt das Modell spaeter nicht vernünftig. Also wie so oft an der richtigen Stelle immer auf ausreichende Sorgfalt achten :daumenhoch:
Mein Ziel diees WE die Außenflügel zu erstellen ist ein Stück näher gerückt, da kann man morgen fast blau machen und Fliegen gehen :up: :lachen:
Dateianhang:
2013 03 15 Leimberg 014.jpg
2013 03 15 Leimberg 014.jpg [ 83.5 KiB | 14373-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:15 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Nur eine kleine Pflichtübung ist es noch die Endleiste und die diagonalen Streben einzubringen. Danach kann man ueber die Verbindung Innen - zu Außenflügel nachdenken. Hier die Hilfsvorrichtung um die Teile zu verleimen.
Dateianhang:
2013 03 17 Leimberg 001.jpg
2013 03 17 Leimberg 001.jpg [ 90.79 KiB | 14359-mal betrachtet ]


Hier nurmal provisorisch der Aussenfluegel drangestellt:
Dateianhang:
2013 03 17 Leimberg 002.jpg
2013 03 17 Leimberg 002.jpg [ 92.88 KiB | 14359-mal betrachtet ]


Hier im Knickbereich des Fluegels soll ja spaeter das SLW und Ruder platziert werden, also machen wir uns an den Bau der Rahmen aus SPperrholz 1,5 und 1mm. Mal sehen wo man da Empfaenger und Servo unterbringen könnte:
Dateianhang:
2013 03 17 Leimberg 005.jpg
2013 03 17 Leimberg 005.jpg [ 134.77 KiB | 14359-mal betrachtet ]


Eine Rippe des SR habe ich gleich als Anlenkung modifiziert. In der SLW-Rippe wird spaeter das Servo montiert. Man beachte die Langlöcher, hier waren eigentlich normale Scharniere gezeichnet, aber ich entschied mich an diesem Flieger alle Ruder anzunaehen. Die Ruder arbeiten dann spaeter wie eine Saloontür, wobei die Ruder nur 10-15mm nach Aussen ausschlagen, der Ausschlag nach innen wird unterdrückt:
Dateianhang:
2013 03 17 Leimberg 010.jpg
2013 03 17 Leimberg 010.jpg [ 119.68 KiB | 14359-mal betrachtet ]

Die SLWe werden auf einer Rippe verschraubt und diese wird dann positioniert eingeklebt, genau im Flügelknick, so kann man die SLWe perfekt vertikal einstellen und fuer ganz bischen Vorspur sorgen, indem man die Rippen beim verkleben passend ausrichtet. um die Befestigung muss man sich danach nicht mehr kümmern. Vorher sollten nur die Innenflügel am Mittelstück ausreichend montiert sein.

Die Zungen und Zungenkaesten erhielten eine Bohrung, so daß man die Fluegel anstecken kann und danach von oben eine M4 Kunststoffschraube durchschraubt. Die Bereiche ueber und unter dem zungenkasten wurden mit Balsa aufgefüttert. Grundsaetzlich haelt die Zunge auch den Fluegel gegen Torsion, trotzdem steht im Plan hinten an der Rippe noch ein Positionsduebel. Ich habe dafuer einen 5mm Buchenduebel vorgesehen und vermute mal dass durch die zusaetzliche Abstuetzung weniger Schwingungsanfaelligkeit gegeben ist. Die 1mm Abschlussrippen wurden voarbereitet und an die Stirnseiten gepoxt, so dass sie spaltfrei aneinanderliegen und der Spalt durch die Poxymumpe ueberbrueckt wird. nach dem Aushaerten wird dies dann exakt auf Kontour geschliffen.
Dateianhang:
2013 03 23 Leimberg 001.jpg
2013 03 23 Leimberg 001.jpg [ 97.39 KiB | 14336-mal betrachtet ]


Auch die Seitenleitwerke wurden weiter vorbereitet, fuer die Verschraubung von unten sind hier Buchenduebel zu erkennen in die spaeter Gewinde geschnitten werden. Die teile sind grob verschliffen und haben schon 45-Grad-Fasen fuer den Ruderausschlag. Die ovalen Loecher dienen dem spaeteren "Scharnier-annaehen"

Dateianhang:
2013 03 23 Leimberg 004.jpg
2013 03 23 Leimberg 004.jpg [ 123.25 KiB | 14336-mal betrachtet ]


Da in den Seitenleitwerken einiges an Technik untergebracht werden soll, erhaelt eins schon mal 2 Durchführungen fuer die 2,4GHz Antennen des Empfaengers, die andere Seite bekommt spaeter den Videosender dessen Antenne auch geeignet herauszufuehren ist.

Dateianhang:
2013 03 23 Leimberg 008.jpg
2013 03 23 Leimberg 008.jpg [ 59.02 KiB | 14336-mal betrachtet ]


Da die SLWe spaeter genau im aeusseren Knick aufgesetzt werden, gilt es schon mal die Rippen vorzubereiten. Da ich noch genug aus dem Rippenblock habe und nicht schleifen moechte, habe ich je 2 mit Sekundenkleber zusammengezackt und den Zwischenbereich mit Mumpe in Balsakonsistenz aufgefuellt, so dass der Fluegelknick genau nachgebildet wird.

Dateianhang:
2013 03 23 Leimberg 006.jpg
2013 03 23 Leimberg 006.jpg [ 60.43 KiB | 14336-mal betrachtet ]


3mm Balsa - 1mm Sperrholz - Sandwich wurde fuer die QR-Servos zwischen Rippen, Holm und Hilfsholm an der entsprechenden Position eingebaut.
Dateianhang:
2013 03 24 Leimberg 001.jpg
2013 03 24 Leimberg 001.jpg [ 72.83 KiB | 14327-mal betrachtet ]


Hier das Ergebnis der Abschlussrippen, die Fluegel passen jetzt ganz genau und saugend zusammen, die Rippen wurden schon auf die Kontour runtergeschliffen, so dass alles im Strak liegt.
Dateianhang:
2013 03 24 Leimberg 003.jpg
2013 03 24 Leimberg 003.jpg [ 111.78 KiB | 14327-mal betrachtet ]


Der evtl. Spalt zwischen Zungenkasten und Abschlussrippe wird gefuellt, hier muss man beim Verkleben mit wenig Mumpe arbeiten und dann nach dem Zerlegen nachfuellen, damit nichts festklebt, das waere sehr schlecht dann die Teile zu trennen. Ich bin extra gestern Abend noch in den Keller und habe die Teile vorsichtig wieder getrennt, falls durchquellendes Poxy der Abschlussrippenverklebung die Teile dauerhaft verbinden will!
Dateianhang:
2013 03 24 Leimberg 005.jpg
2013 03 24 Leimberg 005.jpg [ 72.38 KiB | 14327-mal betrachtet ]


Hier habe ich schon mal die SR-Servos eingebaut:
Dateianhang:
2013 03 24 Leimberg 007.jpg
2013 03 24 Leimberg 007.jpg [ 69.97 KiB | 14327-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:15 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Mittlerweile ist der Bau so weit fortgeschritten, daß mit der Beplankung der Endleiste begonnen werden konnte. Dazu wurde alles nochmals genaustens verschliffen. Beplankt wird dann mit vorgebeiztem 0,4mm Birkenflugzeugsperrholz. Die Endleiste wird zunaechst von unten beplant, wobei sie nach hinten auf einer Laenge von 4-6mm spitz angeschliffen wird. Das aufliegende Gegebstück bildet dann spaeter ein "V", dass hinten genau 0,4mm dick ist. Stellen wie hier, die ersten beiden Rippenfelder, bekommen nachher auch noch eine Beplankung, deshalb ist die Endleiste da schon mal angeschliffen fuer eine spaetere Schaeftung:
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 007.jpg
2013 03 31 Leimberg 007.jpg [ 86.52 KiB | 14285-mal betrachtet ]


Auch das Fluegelmittelteil wird von unten ...
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 011.jpg
2013 03 31 Leimberg 011.jpg [ 94.81 KiB | 14285-mal betrachtet ]


...und von Oben bis zum Holm beplankt. Die beiden Stuecke werden in der Mitte geschaeftet und die Schaeftung fuer den vorderen Bereich ist durch Anschleifen vorbereitet und liegt genau auf dem Hilfsholm. Hinten an der Endleiste wurde genauso verfahren wie am Rest des Fluegels.
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 013.jpg
2013 03 31 Leimberg 013.jpg [ 72.4 KiB | 14285-mal betrachtet ]


Danach folgen die Bereiche in denen spaeter die SLWe aufgesetzt werden.
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 022.jpg
2013 03 31 Leimberg 022.jpg [ 98.67 KiB | 14285-mal betrachtet ]


Die Bereiche werden mit duenner Folie isoliert, ...
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 023.jpg
2013 03 31 Leimberg 023.jpg [ 92.66 KiB | 14285-mal betrachtet ]


... und die Seitenleitwerke werden mit eine Raupe aus Mumpe aufgesetzt und von unten durch den Fluegel verschraubt. Die mumpe quillt ein wenig hervor. Der gesamte Flieger wird zusammengebaut, die Seitenleitwerke moeglchst senkrecht ausgerichtet. Dabei helfen kleine Keile aus Balsa. Die Mumpe wird verschmiert damit die SLWe nachher aussen glatt sind und unten exakt an die Fluegelkontour passen. Alles muss nun 24h durchhaerten.
Dateianhang:
2013 03 31 Leimberg 027.jpg
2013 03 31 Leimberg 027.jpg [ 70.89 KiB | 14285-mal betrachtet ]


Die Seitenleitwerke wurden entformt, die Folie abgenommen und alles nachgeschliffen, dann der ganze Flieger mal wieder zum Statusreport zusammengebaut, mir gefaellt er schon ganz gut.
Dateianhang:
2013 04 01 Leimberg 001.jpg
2013 04 01 Leimberg 001.jpg [ 112.77 KiB | 14280-mal betrachtet ]


In rechten SLW wird der Videosender eingebaut:
Dateianhang:
2013 04 01 Leimberg 007.jpg
2013 04 01 Leimberg 007.jpg [ 80.75 KiB | 14280-mal betrachtet ]


Jetzt ist es Zeit fuer die Verkabelung, dabei ist hoechste Aufmerksamkeit und Konzentration gefragt, eine kalte Loetstelle koennte toedlich sein und die ganzen Kontakte muessen polrichtig zusammengebracht werden. Bevor die Verkabelung unter der Beplankung verschwindet wird natuerlich alles nochmals ueberprueft.
Dateianhang:
2013 04 01 Leimberg 011.jpg
2013 04 01 Leimberg 011.jpg [ 111.43 KiB | 14280-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:22 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Da hier nur etwa ein Drittel der Beitragsbesucher vorbeischaut, schliesse ich das Thema an dieser Stelle und mache weiter immer auf der letzten aktuellen Seite des Beitrags. Ich haette einen Bericht aus einem Stueck bevorzugt, aber durch die Vorreservierung von 10 Beitraegen und die nachtraegliche Ergaenzung/Befüllung ist diese Seite so lang geworden, (der Seitenumbruch bleibt bestehen und aendert sich nicht wenn man vorne auffuellt) daß es fuer Viele wohl nicht praktikabel ist so weit runter zu scrollen. Hoffe Ihr könnt trotzdem weiter folgen.

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 11:33 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
...Platzhalter...

So habe die Trennung der Beitraege aufgehoben, also alle Betraege jetzt hier in einem Baubericht !!!!

:daumenhoch:

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 12:42 
Offline
Pilot
Benutzeravatar

Registriert: Mo 26. Nov 2012, 18:36
Beiträge: 217
Also ich finde dein Projekt klasse und habe echt respekt vor der arbeit. Ich hab jetzt zwar erst 21 jahre aufm Buckel, aber meine ersten Modelle (Amigo/Taxi1) habe ich noch selber aus Rippen und Folie zusammen bauen müssen. (Der Vater wollte das so :mrgreen: :daumenhoch: ) Also auf jeden fall Daumen hoch und ich werde eifrig mitlesen :up:

gruß
manu

_________________
Wenn´s läuft FINGER weg

Mein Youtube Kanal


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: So 17. Feb 2013, 23:19 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Ja der Amigo II ist auch ein klasse FPV Einstiegsmodell, war mein zweiter Flieger vor ueber 30 Jahren und ich fliege den immernoch sehr sehr gerne, ist super unkompliziert und mit 3000er 3s 1h Flugzeit. Ich hoffe der Leimberg bleibt auch so lange oben und ich hoffe den kann ich auch zum FPV-Hangsoaren nehmen.
Gruss Matze

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 12:50 
Offline
FPV Profi
Benutzeravatar

Registriert: Fr 7. Dez 2012, 20:03
Beiträge: 547
Name: Bernhard
Mit Verlaub, aber ich hatte es so verstanden, dass dies eben gerade NICHT der Laberfred zum Baubericht sein sollte? Dafür gibt's doch den anderen? :popcorn:

Matze, schließ doch diesen hier einfach und mach ihn immer nur zum Schreiben auf ;)

BTW: seeeehr geiles Projekt, maximum Respect!

_________________
Air: Eagle Eye (1.6 black by jet) - RVOSD - IRC 5g8 Tx w/ CL - TBS69 - GoPro Hero HD 2
Ground: Headplay w/ Skimask Mod - RVGS - Servocity Pan/Tilt - IRC DUO5800 V2 - SPW & 8turn Helix


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 13:00 
Offline
Pilot
Benutzeravatar

Registriert: Do 4. Okt 2012, 22:20
Beiträge: 286
Wohnort: Rhein-Main-Gebiet
Name: Daniel
Burn, Schau mal Beitrag #10


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 13:01 
Offline
Co-Pilot

Registriert: Mo 19. Nov 2012, 23:52
Beiträge: 145
Wohnort: TBB
Name: Andreas
:D Freu mich schon auf deinen Baubericht!
Die Holzmodelle sind wirklich sehr spannend und haben auf mich auch eine besondere Anziehungskraft. Hab früher auch ein paar Modelle so gebaut; z.B. ein Wurfgleiter mit Rippenfläche (Ich glaube der hieß Albatross) oder den Fieseler Storch von Krick. Das war alles kurz bevor die ersten (und zu dem Zeitpunkt noch schwei**teueren) BL-Motoren und Lipos aufkamen...
Welche Sägeblätter setzt du eigentlich in der Laubsäge ein? Sägst du direkt auf dem Strich oder mit Überstand und schleifst das runter? (so mach ich das immer)


Nach oben
 Profil  
 
 Betreff des Beitrags: Re: Antiknurflügel
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 13:09 
Offline
FPV Profi
Benutzeravatar

Registriert: Fr 7. Dez 2012, 20:03
Beiträge: 547
Name: Bernhard
braadert hat geschrieben:
Burn, Schau mal Beitrag #10

Mea culpa, thx :)

_________________
Air: Eagle Eye (1.6 black by jet) - RVOSD - IRC 5g8 Tx w/ CL - TBS69 - GoPro Hero HD 2
Ground: Headplay w/ Skimask Mod - RVGS - Servocity Pan/Tilt - IRC DUO5800 V2 - SPW & 8turn Helix


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 13:32 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Hi Andreas, verwende die Uhrmachersaegeblaetter fuer Metall von Josef Haunstetter Typ Finis Juwelier und Uhrmacher Nr 1 oder Nr 3 (kann ich nicht genau sagen, sind 16 oder 18 Zaehne pro cm). Die sind zwar von allen Blaettern am teuersten aber auch die besten.
Werden noch im Dutzend und Gros verkauft. Hat man die falschen Blaetter macht das Saegen keinen Spass, wie Autofahren auf Buchsenknoepfen ;) . Ich sage so, dass das Blatt die Linie von aussen tangiert bzw einien Teil der Linie wegsaegt, da muss man so gut wie nix schleifen, wenns ganz schnell gehen muss saege ich mit geringfuegig mehr Abstand.
Gruss Matze

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 15:24 
Offline
Co-Pilot

Registriert: Mo 19. Nov 2012, 23:52
Beiträge: 145
Wohnort: TBB
Name: Andreas
Die Blätter kannte ich noch nicht, werde ich aber mal antesten!
Bisher hab ich anstatt der Laubsäge lieber die Dekupiersäge benutzt (da gibts ja auch riesen Unterschiede zwischen dem Billigteil und einer H€gn€r ;) ). Aber mit der "Proxxon" geht das ganz anständig, aber trotzdem mit Sicherheits-Überstand..


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mo 18. Feb 2013, 22:14 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Hi nochmal nachgesehen habe die Nr 1 Blaetter.

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 11:50 
Offline
Cowboy
Benutzeravatar

Registriert: Di 26. Jun 2012, 11:13
Beiträge: 2054
Wohnort: berlin
man alter, du hast ja voll einen an der waffel :lachen:

_________________
binladen


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 13:46 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Na warte ab bis Du ihn fliegen siehst, dann weinste weil du nicht mitgebaut hast. :winken:

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 15:40 
Offline
Dark Side Crew
Benutzeravatar

Registriert: Di 12. Jun 2012, 18:58
Beiträge: 2080
Wohnort: Gütersloh
Name: Benny
Schaut ja echt klasse aus soweit, aber eine Frage kommt mir da in den Sinn:

Bist du immer noch von dem mäßigen, schweren Objektiv vor der FPV Cam überzeugt?
Arretierst du das Focus-Rad diesmal mit Kleber (bei den Coptervibrationen verstellte sich ja immer der Focus....am Flächenflieger hast du vermutlich wesentlich weniger Vibrationen, aber Bock auf ein unscharfes Bild hätte ich trotzdem nicht).

_________________
BildBildBildBildBild


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: Mi 20. Feb 2013, 16:43 
Offline
Forengott
Benutzeravatar

Registriert: Mo 2. Jul 2012, 07:06
Beiträge: 8895
Wohnort: Kreis Herford / NRW
Name: Matzito
Tja ich wuerde ja gerne das "kurze" Objektiv nehmen. Leider muesste die Nase dabei sehr stumpf werden habe einige ENtwuerfe gemacht, aber das passt nicht wiklich. Dieses Objektiv wuerde ich einmal richig einstellen und dann festsetzen. Ich red mir das schoen, weil es groesser ist kommt mehr Licht rein :lachen:
So sieht das im Vergleich zum kleinen aus:

Dateianhang:
hc_030.jpg
hc_030.jpg [ 505.57 KiB | 12482-mal betrachtet ]

_________________
Bild Bild Bild Bild


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 267 Beiträge ]  Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4, 5 ... 14  Nächste

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde [ Sommerzeit ]


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
Impressum und Kontakt

Powered by phpBB® Forum Software © phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de