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 Betreff des Beitrags: Kameraträger
BeitragVerfasst: Do 23. Feb 2017, 15:17 
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Pilot

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Moin
Nach dem 6. Kopter wollte ich einen der eine Sony A5000 in die Luft bekommt, was es nun genau werden sollte, das war mir bis zu letzt noch nicht ganz klar, ich schwankte Quadkopter oder doch einen Hexa, warum keinen X8?
Also habe ich abgewogen und es ist doch wieder ein Quad geworden.

Sollte aber was eigenes werden und so viel wie möglich selber machen, so der Gedanke.
Als ich dann auf der Suche war es ja möglichst leicht zu bauen, viel mir die Sandwichbauweise ins Auge, so sollte es denn auch sein die Centerplatten aus Sandwich Carbon.
Da ich immer eine Schablone bauen, die dann als Bohrschablone dient, hat es sich angeboten das ganze auf Zwei 3mm Aluplatten erst zu planen, anreißen, körnen, bohren, sich natürlich auch verplanen und Löcher wieder zu verschließen.
Grundplatten sind 200x200x3mm
BildIMG_20161128_170333 by Jose Jalapeno, auf Flickr

BildIMG_20161129_191133 by Jose Jalapeno, auf Flickr
Hat man eine Bohrschablone, so kann man schnell eine oder Beide Centerplatten ersetzen falls nötig.
Wichtig ist hier ein genaues anreißen mit einer Reißnadel und eine Tischbohrmaschiene die möglichst rund läuft.
Das wie hier auf diesem Bild zu sehen, die Sanwichplatten die 5,00mm haben muss natürlich bei der Planung bedacht werden, also längere Schrauben, in meinem Fall fiel die Wahl auf Torx-Linsenkopf.
BildIMG_20170202_181550 by Jose Jalapeno, auf Flickr

Der Vorteil der Aluschablonen ist ein schnelles reproduzieren der Centerplatten.
BildIMG_20170109_160453 by Jose Jalapeno, auf Flickr
Da ich bei diesem Kopter wieder vor hatte auf Bewährtes zurück zu greifen, auch hier Bauteile der Fa. Tarot, die beiden Akkuhalter sind so wie ich denke nicht aus CFK, weil doch von der Platte her recht schwer.
Daher der Gedanke das erst bei dem vorderen Akkuhalter, der zum Gimbalträger umgebaut wurde, diese aus CFK Platten zu ersetzen.
Ansicht von vorn nach hinten, Gimbalhalter, samt Dämpfer.
BildIMG_20170128_123030 by Jose Jalapeno, auf Flickr


Wie man auf diesem Bild erkennt ist das Landegestell das recht günstige der Fa. Tarot, hat sich bei anderen Projekten gut bewährt und findet auch hier Anwendung.
Sicher gibt es stabilere, wenn es aber zu einem mehr als unsanften Landung kommt sind hier nur 30€ zu ersetzen und keine 150.
BildIMG_20170109_160603 by Jose Jalapeno, auf Flickr
Weiter geht es
Da ich einen umbgebauten 3 Achs Gimbal, zum 2 Achs Gimbal vorn am Carbonrohr Auslger befestige, dieser aber dann zu tief hängt, so das die Kamera dem Erdboden zu nah kommt, habe ich kurzer Hand die Rohre gegen längere ersetz.
So das ich 10 Centimeter Bodenfreiheit habe.
Angesteurt werden die 2 Serrvo von einem zweitem Empfänger einem FrSky X8R, wo auch die Kamerasteurung mit dran hängt.
Dazu aber später.
Die gebohrten Aluplatten verschraubt mit den Rohrhaltern aus Alu und ja die Carborohre waren 500 mm lang, sah doch zu gewaltig aus zumal die Motorhalter am Ende der Rohre ja auch noch da waren, ich wollte eine Achs zu Achs Motorwellenabstand von 800 mm, was auch schon nicht klein ist, also kürzen der Rohre, hier kann man noch ändern, wo es bei einem Bausatz wieder nicht viel möglich ist.
So da ich noch nie Carbonrohr geschnitten habe, aber immer wenn es um Trennen und Sägen geht eine Staubmaske trage, die Proxon umgebaut und Trennscheibe drauf 1mm, mit Malerkrepp makiert und 100 mm ab, dann wird mit Motorhalter und Rohrschelle von Motorwelle zu Motorwelle auf 800mm gebracht.
Ausrichten der Motorhalter zu diesem Zeitpunkt ist Unsinn da noch alles auf die Carbonplatten montiert wird.

Anfangs liebeugelte ich mit einem Standort des Akkus über der FC, war aber dann doch besser beraten mit dem Auslger, als Gegegewicht zur Kamera. Einen 1 kg schweren Akku über der FC, nein wenn die Masse in Bewegung kommt, nein war nicht gut.
So mal nicht so schleifen lassen und weiter im Text!
FGST war so mit erledigt und für gut befunden, ob es dann auch dem Gewicht standhält wird sich zeigen.
Wie man auf den Bildern ja schon sehen kann wird der Kopter, ich schreibe jetzt Kopter, weil ich mich doch entschieden habe keinen Quadkopter sondern einen X4 koaxial, ESCes sind da Motore bestellt, ja bin mir jetzt sicher das wird es. Es wird gesteuert mit einem Pixhawk Clone, ESCes sind es 8x Hobbywing XRotor mit 20 Amp.
Telemetrie 1 über die Taranis- Teensi-FrSky-LUA Script (hat viel Zeit gekostet das auch nur ansatzweise zu verstehen)
Telemetrie2 über 433 Mhz 3Dr sogar, zumindest stehts drauf. Das der Teensi noch mehr drauf hat als nur den Dolmager für die Taranis zu machen ist bekannt, will mich aber nicht noch mehr mit Beiwerk auf halten und weiter an der Baubeschreibung arbeiten.
Empfänger werden es zwei X8R, der eine für die Flugsteuerung, der andere für Kamerasteuerung, wobei ich immer noch die Möglichkeit habe diese einer anderen Person mt Sender zu überlassen.
Da ich die Motogondeln von taro genommen habe, kann ich wenn nötig die Motordiagonale noch vergrößern wenn ich es für nötig halte.
Man kann ja nicht wissen dann doch 18 '' zu versuchen, da lasse ich mir auch noch die Möglichkeit offen.
Wichtig ist das ich mit einem 16 Amp Accu unter 5 kg bleibe und noch genug Reserven habe, aber das wird sich dann zeigen wenn es so weit ist.


Zuletzt geändert von Charly Brown am Di 11. Apr 2017, 06:05, insgesamt 5-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 15:27 
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Die kohle glänzt im Blitzlicht könnte man glatt f Texalium halten :D

Sag mal wie ist das Sandwich aufgebaut? Welches Material und welche schichtdichen bzw lagenanzahl und g/m2 wie verhält es sich beim schrauben?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 19:02 
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Hallo
Nein es sind gewöhnliche Carbonplatten, 0,8mm und 1,2mm, da zwischen Bastelschaumplatte 3,0mm, der Eine nimmt grün ich habe mich für eine schwarze Platte entschieden.
Vogehensweise ist:
Alle zu veklebenden Flächen vor dem Verkleben anrauen, Wasserschleifpapier mit 120 Körnung geht da ganz gut, dann entstauben und enfetten mit Bremsenreiniger, Atceton oder Waschbenzin lösen das PU -Bastelschaum an.
Die Fläche die nicht verklebt werden mit Trennwachs wachsen+ polieren, ggf. Folientrennmittel auftragen, habe ich mir gespart und Frischhaltefolie genommen, geht auch.
Auch wichtig ist eine plane Fläche die gewährleistet das die Verklebung eben ist.
alles was nicht verklebt wird mit Trennwachs bearbeiten, ich habe zwei Glasplatten genommen und da die Platten rein gelegt.
30 Gramm Epoxieharz ansetzen, ohne Luftblasen, ensteht durch rühren, dann auf mindest. 20 Grad den Raum aufheizen, hat man ja aber meistens.
Wichtig das genaue Mischverhältnis Harz+Härter einhalten!
Auftragen des Harzes, vorzugsweise mit Pinsel.
Da das fertig gemischte Harz läuft leider schnell ab, da kann man mit Baumwollflocken oder Thixotrope
andicken, da muss man aber wieder rühren und hat wieder Luftblasen im Harz, also habe ich die Platten mit Harz eingestrichen und verpresst.
Verpressen mit 15 Kg aber aufpassen die Platten verrutschen schnell.
24 Stunden warten und nochmal 24 Stunden dann ist das Harz ausgehärtet und die Platten können weiter verarbeitet werden.
Ein Schraubenkopf der angezogen wird hinterläßt Spuren auf dem Sandwisch, dafür ist der Schaum zu weich, Abhilfe kann ein besser verteilter Anpressdruck ergeben, wie z.B.eine Breite U-Scheibe aus CFK.
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 19:32 
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:up:
Nach dem Anschleifen brauchste aber nicht nochmal entfetten! Oder fasst Du da flaechig drauf?

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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 19:57 
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Hallo
Nun ich spüle die Platten mit Bremsenreiniger ab, damit ja nichts von Kohlestaub und möglichen Fett die Verklebung stört.

Die Festigkeit ist enorm bei solchen Sandwichplatten, Nachteil eben sie sind recht dick.
Gruß


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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 20:12 
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Charly Brown hat geschrieben:
Die Festigkeit ist enorm bei solchen Sandwichplatten, Nachteil eben sie sind recht dick.


0,8mm, warte schau mal grade bei R&G....
nur mal laut gedacht.....
bei 200gr kohlegewebe 0,32mm Schichtdicke also hast du ca 500gr/m2 an Kohlefaser, da kannst du min halbieren, wenn nicht soagar auf 200gr runtergehen.
Du kannst die Platten selber laminieren +-90° dann +-45° am besten je 100gr UD bzw biaxial, oder 4 lagen 50gr UD, dann hast du die Richtungen gut abgefangen. Dann taete ich als Sandwichmaterial entweder den Schaum nehmen oder was ich fuer servobretter oft mache ist Balsa Stirmholz das ist auch fantastisch gibt es in 5mm und die 2. Seite kannst du auch in einem 2. schritt machen.
ich wuerde nach dem laminieren die schwerkraft nutzen und die Kohlelage nach oben drehen, dann vernetzt es gut mit dem Sandwich. Fuer bestes Ankuppelt ist schaumtreibmittel gut, aber nicht in der deckschicht, nut die letzte lage damit von aussen bevor Sandwich drauf kommt.

Nur so eine Idee, da kannst du das gewicht bestimmt halbieren und das hat immernoch ausreichende festigkeit und Steifigkeit ueber das Sandwich.

lg Matze

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 Betreff des Beitrags: Re: Kameraträger
BeitragVerfasst: Mi 1. Mär 2017, 18:13 
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Name: Stefan
Hallo
Sicher man kann vieles leichter machen, Balsa saugt aber mir zu viel, auch Multiplex ist ein Schwamm.
das kann aber jeder für sich selbst entdecken was für ihn am besten passt.
Gruß


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