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 Betreff des Beitrags: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Sa 23. Mär 2013, 13:32 
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Diese traurige Nachricht habe ich hier: http://diydrones.com/xn/detail/705844:Comment:1177969 http://thestar.com.my/news/story.asp?fi ... sec=nation
gefunden.
Anlass war wohl ein RC Helikopterflug über die Menge bei einem Fussballspiel.
Das ist einfach nur traurig, wie rücksichtslos manche unterwegs sind.

LG
Rob

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: So 24. Mär 2013, 13:47 
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Solche Idioten gibts immer mehr. Einen Zeppelin kann man noch verantworten, aber ein Fluggerät welches einem fliegenden Rasenmäher gleicht.....
Es gab einen ähnlichen Fall in Polen wenn ich mich nicht irre. Da verlor ein deutscher Modellpilot die Kontrolle über seinen Heli. Der Heli raste auf einen Jungen zu, säbelte ihm das eine Ohr weg und traf mit seinem zweiten Rotorblatt dessen Hinterkopf. Dies hatte zur Folge, dass dieser Junge nun dauerhaft behindert und an den Rollstuhl gekettet ist. Es wurden gleich zwei Leben zerstört. Der Pilot muss nun mit diesem Wissen leben und monatlich einen happigen Betrag an die Familie des Jungen überweisen, da er nicht versichert war.
Die Zuschauer befanden sich bei dem Anlass im Hintergrund und dennoch ergab sich dieser Unfall.

Hier noch ein Beispiel:
http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/fr ... -115847295

Also jeder der mit dem Gedanken spielt über Menschen zu fliegen, sollte in den nächstbesten aktiven Vulkan hüpfen, dann sparen wir uns wenigstens die Entsorgungskosten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: So 24. Mär 2013, 14:02 
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... es steht nirgends dass er ueber den Menschen geflogen ist, nur dass er die Kontrolle verlor.
Eine Situation aehnlich eines Flugtags.
Jetzt zu sagen "dieser Idiot" halte ich gaenzlich fuer unangemessen. Man hoert zwischen den zeilen nur die hilflosigkeit heraus.
Es kann jedem von uns passieren, daß ein Fluggeraet ausser Kontrolle geraet, da wir nur ueber eine Funkstrecke mit dem Geraet verbunden sind. Daran sollte man immer denken und dementsprechend handeln und fliegen oder ggfs verzichten.

Aufgrund der wirklich kurzen Meldung kann man sich hier absolut kein bild von der wirklichen Situation vor Ort machen und ich bitte Abstand davon zu nehmen jetzt hier nur über den Unfallverursacher herrzuziehen. Der kann einem schon sehr leid tun. Natuerlich tut es mir fuer die Opfer auch sehr leid.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: So 24. Mär 2013, 16:40 
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klingst jetzt zwar böse, aber... "der eine junge"....
...wieviele straßenverkehrstote gibt es täglich weltweit?? das ist kaum ne zeile wert, nur wenns mal "spektakulär" ist, also...
und wenn jetzt wieder die mahner kommen von wegen "wie unverantwortlich, blah..."
schaut euch (also mindestens die mahner) mal selber zu, WIE ihr auto fahrt...

sorry für den troll..

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Gruß,
Jin'


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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: So 24. Mär 2013, 21:12 
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@Matzito
Hast recht, das stand nirgends. Ich krieg da langsam etwas Bammel wegen der ganzen Publicity.
Die Bezeichnung ziehe ich hiermit zurück.

@Jin'Ge
Also ich finde, dass der Vergleich etwas hinkt. Dass man das Auto, ein Flugzeug oder sonstwas für den eigenen Transfer benötigt, ist heute unumgänglich. In der Freizeit hingegen lassen sich manche Dinge vermeiden. Also wenn bei einem Bungee-Jump das Seil reisst, trifft es nur den Wagemutigen und keine anderen Personen. Wenn die eigene Person verletzt wird, ist das eine Sache. Wenn man jemand Anderes verletzt oder gar tötet.....ich möchte nicht in dessen Haut stecken.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: So 24. Mär 2013, 22:17 
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Name: Matzito
http://www.dg-flugzeugbau.de/safety-comes-first-d.html

Es waren teilweise lächerliche Kleinigkeiten, Nachlässigkeiten simpelster Art mit fatalen Folgen. Sie sind deswegen tot, weil für sie im entscheidenden Moment andere Dinge wichtiger waren als Flugsicherheit........................ Es muss sich die grundsätzliche Einstellung ändern. Und die grundsätzliche Einstellung kann sich überhaupt nur ändern, wenn wir die Gefahr, in die wir uns fast täglich begeben, realistisch einschätzen.
.........Warum ist die realistische Einschätzung des Risikos so wichtig? Weil davon unsere Strategie abhängt, wie wir mit der Gefahr umgehen.

meine These dazu:
Wenn ich mit 200 ueber die Landstrasse rase und mir vorstelle da koennte ein Agrarfahrzeug zwischen den Bäumen rauskommen, dann bin ich mir dieser Gefahr bewußt, was soviel bedeutet, dass ich dann mein Leben verliere und da ich das nicht will fahre ich nicht mit 200 ueber die Landstrasse.

Ich verweise gerne mal auf diese "Festtagsrede" von Bruno Gantenbrink weil die gesunde Einschaetzung der Situation und des Risikos zu einem entsprechendem, sicheren verhalten führen.

So sollten wir uns immer verhalten, beim Fliegen, im Strassenverkehr, in jeder Situation, niemals eine Gefahr oder ein Risiko ausblenden. Wenn man das tut und gewissenhaft handelt kann man das Risiko minimieren, nie ganz eliminieren.

Zu welchem dieser Faelle/Situationen der besagte Heliflug gehoert ist unklar.

Euch allen immer sichere Flüge, gruss matzito

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 00:17 
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Matzito hat geschrieben:
... es steht nirgends dass er ueber den Menschen geflogen ist, nur dass er die Kontrolle verlor.
Eine Situation aehnlich eines Flugtags.
Jetzt zu sagen "dieser Idiot" halte ich gaenzlich fuer unangemessen. Man hoert zwischen den zeilen nur die hilflosigkeit heraus.
....


Naja, im 2. post steht:
Zitat:
...
A store manager, who declined to be named, said the RC helicopter should not have been flown over a crowd as it is “quite dangerous”.
...

Das hätte der namenlose Shopbetreiber wohl nicht gesagt, wenn es nicht so gewesen wäre.....

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 06:22 
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Hi, ja kann man so deuten ich haette vermutet er meint den Heli, der haette nicht ueber die Menschen wegfliegen muessen als er ausser Kontrolle geriet. Denke ist schwierig zu sagen auch fuer die Zuschauer / Store manager ab wann er die Kontrolle verloren hat.
Fuer eine allumfassende Meinung / Urteil wir es bei sowas ja immer gruendliche Untersuchungen geben, da kommt dann alles an den Tag.

Unsere Politiker hierzulande sind allerdings der Meinung, dass ferngesteuerte Helikopter bis 150 kg ueber Menschenansammlungen fliegen duerfen, sie wollen die Dinger naemlich zur Überwachung bei Grossveranstaltungen Demo/Fussball/Konzerte usw..... einsetzen. Das stand so ein einem Bericht ueber die Gesetzesaenderung wo UAS bis 150kg den gleichen Luftraum nutzen sollen wie VFR-flieger. :shock:

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 10:45 
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Sunshadow8 hat geschrieben:
@Jin'Ge
Also ich finde, dass der Vergleich etwas hinkt. Dass man das Auto, ein Flugzeug oder sonstwas für den eigenen Transfer benötigt, ist heute unumgänglich. In der Freizeit hingegen lassen sich manche Dinge vermeiden. Also wenn bei einem Bungee-Jump das Seil reisst, trifft es nur den Wagemutigen und keine anderen Personen. Wenn die eigene Person verletzt wird, ist das eine Sache. Wenn man jemand Anderes verletzt oder gar tötet.....ich möchte nicht in dessen Haut stecken.


Der Vergleich hinkt gar nicht. Bei den meisten Freizeitaktivitäten gefährdet man andere Personen mehr oder weniger stark. Schau mal wieviele Schifahrer jedes Jahr von anderen Schifahreren durch Zusammenstöße verletzt oder getötet werden. Wenn man mit dem Fahrrad öffentliche Wege benutzt, ist man immer eine potentielle Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer. Wer schon mal bei einem Eishockeyspiel dabei war, weiß auch, dass da immer mal die Möglichkeit besteht, einen verirrten Puck ins Gesicht zu bekommen.
Selbst wenn man das Beispiel Auto oder Verkehrsflugzeug heran zieht, so kann man das auch nicht in eine eigene Kategorie "unumgänglich" oder "sinnvoll" oder "notwendig" stecken. Wer zwingt Dich Deine Freizeit auf Malle zu verbringen und damit durch Deine Flugreise andere Personen zu gefährden? Ist es unumgänglich, dass Du mit dem Auto zum Modellflugplatz fährst? Kannst ja auch zu Hause bleiben oder zu Fuß gehen. Am Flugplatz gefährdest Du in der Regel nur Leute, die das Hobby ebenfalls ausüben und die sich der Gefahr bewusst sind. Am Weg dort hin gefährdest Du andere Personen, die damit nichts zu tun haben.
Was ich damit sagen will ist einfach, dass das Leben eben mal gewisse Risken beinhaltet. Wenn dann halt mal bei so einer Veranstaltung so ein Unfall passiert, dann ist das Pech. Das soll aber nicht heißen, dass nicht alles was sinnvoll möglich ist getan werden soll, um das Risiko möglichst gering zu halten. Man muss halt einfach festhalten, dass man z.B. mit Modellhubschraubern nicht in geringer Höhe direkt über Menschenmengen fliegen soll. Das ist über Gebühr gefährlich und leichtsinnig. Fliegt man damit in der sicheren Zone, und der Heli gerät auf Grund eines technischen Defekts außer Kontrolle, dann ist das Pech und ein kaum vermeidbarer Unfall.
Wenn es nun um Überwachungsgeräte geht, wie sie Matzito anspricht, so sehe ich das schon differenzierter. Da geht es nicht um den Hobbybereich, wo jeder, der das Geld dafür hat, ein Fluggerät basteln und betreiben darf, egal ob er das nun auch kann und egal, ob er auch dazu in der Lage ist das Risiko ein zu schätzen. Da geht es um professionelle Fluggeräte, die von Profis mit besonderer Ausbildung betrieben werden. Da dürfte das Restrisiko durchaus mit den manngesteuerten Fluggeräten vergleichbar sein.

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Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 12:20 
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Natuerlich ist alles gefaehrlich und wenn ich in die Küche gehe und mein Glas umkippt ist das gefaehrlich fuer den Fussboden, der koennte nass werden. Aber so einfach und simpel kann man nicht immer von gefaehrung sprechen, so ist Autofahren alleine noch keine Gefaehrdung.
Es geht um Gefahren die das sogenannte Grenzrisiko uebersteigen.
Das Grenzrisiko bezeichnet das "allgemein akzeptierte" Risiko für Gefahren, die zu einer bestimmten Tätigkeit gehören. Akzeptiert wird ein Risiko dann, wenn das Produkt aus Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Schadens den Menschen erträglich erscheint.
Also ab dieser Grenze geht durch den reinen Betrieb, so z.B. bei Luftfahrzeugen, eine erhöhte (oberhalb der Grenzrisikos) Gefahr aus. Das spiegelt sich in der Versicherung wieder und wird als Betriebsgefahr bezeichnet. Bei Versicherungen und Unfaellen wird das gerne in Prozenten bei der Abwicklung verrechnet.
Mir ist mal jemand unabsichtlich in meinen Flieger geflogen, trotzdem wurden ca. 25% meines Anspruchs abgezogen aufgrund der reinen Betriebsgefahr meines Fliegers.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 14:39 
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Name: Helmut
Die Akzeptanz eines Risikos wird aber in der Praxis nicht an der Eintrittswahrscheinlichkeit festgemacht, sondern an anderen Kriterien, wie z.B. Lobbytätigkeit der Risikoerzeuger, subjektives Risikoempfinden, etc.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos durch ein RC Flugmodell schwer oder tödlich verletzt zu werden ist bestimmt nicht höher, als die, beim Schifahren durch Fremdeinwirkung schwer oder tödlich verletzt zu werden. Auch dürfte die Eintrittswahrscheinlichkeit gesundheitliche Schäden durch Passivrauchen zu erleiden höher sein. Trotzdem wird man subjektiv eher eine Gefährdung durch so Hobbys, die eher von Minderheiten betrieben werden, empfinden, als von Tätigkeiten, die weit verbreitet sind. Es erstaunt mich z.B. immer wieder, wie hoch die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol am Steuer ist. Wenn mal der seltene Fall eintritt, dass ich bei uns auf irgendein Dorffest gehe, oder wenn ich auch nur bei einer Sportveranstaltung als Zuseher teilnehme, dann sehe ich extrem viele Leute, die da Alkohol trinken und dann mit dem Auto nach Hause fahren. Wir hatten unlängst mal einen Fall, wo ein betrunkener Autofahrer auf der Hauptstrasse direkt vor meinem Haus einen Unfall verursachte. Der raste da um ca. 2Uhr Früh mit deinem Wagen mit deutlich mehr als 50km/h durch die Straße. Dabei ist er dann etwas zu weit nach Rechts gekommen und hat da mehrere parkende Autos komplett zerstört. Das wäre ja noch keiner Erwähnung wert. Warum ich das hier schreibe ist, dass ich von vielen Leuten aus unserem Ort erzählt bekommen habe, wie arm der jetzt dran ist. Strafe zahlen, Auto kaputt, Führerschein eine Zeit lang weg. So ein armer Kerl. Da wird also Alkohol am Steuer akzeptiert und der Täter sogar bemitleidet. Ich sage dann immer: "Stell Dir vor, Deine Frau/Mann/Kind wäre gerade da am Gehweg gegangen, wo sich da die zerstörten Autos zusammengeschoben befunden haben, nachdem sie gerammt wurden. Wäre der Fahrer, der dann Deine Frau/Mann/Kind getötet hat auch noch arm?". In diesem Fall, wie in vielen anderen Fällen von Alkohol am Steuer ist es pures Glück, das niemand verletzt oder getötet wurde. Deshalb ist das meiner Meinung genauso schlimm und verwerflich wie wenn das passiert wäre.

Was den Unfall mit dem Helikopter anbelangt, so ist zu klären, ob der Pilot da verantwortungslos gehandelt hat, was Flugroute und Wartung der Maschine anbelangt, gehandelt hat. Hat er das, dann ist er zur Verantwortung zu ziehen. Hat er das nicht, dann war es einfach ein unglücklicher Unfall. Nur weil das in einem Bereich passiert, der nicht von so vielen Leuten ausgeübt wird, wie z.B. Radfahren, macht es das objektiv nicht schlimmer, sondern nur subjektiv erwähnenswerter.
Wenn ich allein die Meldungen von tödlichen Kinderunfällen im heimischen Swimmingpool oder die Kinder, die von ihren Vätern, Onkel, Opas, etc. in der heimischen Landwirtschaft mit dem Traktor überfahren werden, zähle, dann komme ich da auf deutlich höhere Zahlen.

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LG
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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 16:21 
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helste hat geschrieben:
Die Akzeptanz eines Risikos wird aber in der Praxis nicht an der Eintrittswahrscheinlichkeit festgemacht, sondern an anderen Kriterien, wie z.B. Lobbytätigkeit der Risikoerzeuger, subjektives Risikoempfinden, etc.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos durch ein RC Flugmodell schwer oder tödlich verletzt zu werden ist bestimmt nicht höher, als die, beim Schifahren durch Fremdeinwirkung schwer oder tödlich verletzt zu werden. Auch dürfte die Eintrittswahrscheinlichkeit gesundheitliche Schäden durch Passivrauchen zu erleiden höher sein. Trotzdem wird man subjektiv eher eine Gefährdung durch so Hobbys, die eher von Minderheiten betrieben werden, empfinden, als von Tätigkeiten, die weit verbreitet sind. Es erstaunt mich z.B. immer wieder, wie hoch die gesellschaftliche Akzeptanz von Alkohol am Steuer ist. Wenn mal der seltene Fall eintritt, dass ich bei uns auf irgendein Dorffest gehe, oder wenn ich auch nur bei einer Sportveranstaltung als Zuseher teilnehme, dann sehe ich extrem viele Leute, die da Alkohol trinken und dann mit dem Auto nach Hause fahren. Wir hatten unlängst mal einen Fall, wo ein betrunkener Autofahrer auf der Hauptstrasse direkt vor meinem Haus einen Unfall verursachte. Der raste da um ca. 2Uhr Früh mit deinem Wagen mit deutlich mehr als 50km/h durch die Straße. Dabei ist er dann etwas zu weit nach Rechts gekommen und hat da mehrere parkende Autos komplett zerstört. Das wäre ja noch keiner Erwähnung wert. Warum ich das hier schreibe ist, dass ich von vielen Leuten aus unserem Ort erzählt bekommen habe, wie arm der jetzt dran ist. Strafe zahlen, Auto kaputt, Führerschein eine Zeit lang weg. So ein armer Kerl. Da wird also Alkohol am Steuer akzeptiert und der Täter sogar bemitleidet. Ich sage dann immer: "Stell Dir vor, Deine Frau/Mann/Kind wäre gerade da am Gehweg gegangen, wo sich da die zerstörten Autos zusammengeschoben befunden haben, nachdem sie gerammt wurden. Wäre der Fahrer, der dann Deine Frau/Mann/Kind getötet hat auch noch arm?". In diesem Fall, wie in vielen anderen Fällen von Alkohol am Steuer ist es pures Glück, das niemand verletzt oder getötet wurde. Deshalb ist das meiner Meinung genauso schlimm und verwerflich wie wenn das passiert wäre.

Was den Unfall mit dem Helikopter anbelangt, so ist zu klären, ob der Pilot da verantwortungslos gehandelt hat, was Flugroute und Wartung der Maschine anbelangt, gehandelt hat. Hat er das, dann ist er zur Verantwortung zu ziehen. Hat er das nicht, dann war es einfach ein unglücklicher Unfall. Nur weil das in einem Bereich passiert, der nicht von so vielen Leuten ausgeübt wird, wie z.B. Radfahren, macht es das objektiv nicht schlimmer, sondern nur subjektiv erwähnenswerter.
Wenn ich allein die Meldungen von tödlichen Kinderunfällen im heimischen Swimmingpool oder die Kinder, die von ihren Vätern, Onkel, Opas, etc. in der heimischen Landwirtschaft mit dem Traktor überfahren werden, zähle, dann komme ich da auf deutlich höhere Zahlen.

ja, so hätt ichs auch sagen können, war nur zu faul son text zu schreiben

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Gruß,
Jin'


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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 16:46 
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:D.......
Helmut der Erklärbär! :mrgreen:

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Gruß vom Franz


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 Betreff des Beitrags: Re: Kind von RC Heli erschlagen
BeitragVerfasst: Mo 25. Mär 2013, 20:25 
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Zustimmumg auch von mir.

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