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BeitragVerfasst: Mi 25. Feb 2015, 11:02 
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Die wichtigen Punkte sind zuendfaehig zwischen 1,5 und 12 %, die 1,5% sind in einem kleinen Raum ganz schnell erreicht und dass das Zeug wie Epoxdaempfe schwerer sind als Luft, man steht da drin wie in einem Wasserbecken, auch wenn das Fenster offen ist.
Das Zeug wuerde ich nur in einer geschlossenene Absaugung verwenden und zusaetzlich im Raum eine Absaugung der Luft am Boden haben. dabei ist aber problematisch wie abgesaugt wird. Mein Eigenbauimpeller mit dem Trocknerschlauch und Buerstenmotor wuerde das zeug wahrscheinlich ruck zuck entzuenden. Da sich die Gase am Boden Sammeln sind in den unteren Zentimetern des Raumes ganz schnell 1,5% erreicht.
Ich wuerde mir einen Aufbau vorstellen, der in einem geschlossenen Kasten mit Absaugung oben ist, eine ganz definierte Menge von THF abgestimmt auf Bauteilgroesse, Bedampfungs-Zeit, und Gefaessquerschnitt. (empirische Formel entwickeln oder ein gefuehl) Das Bauteil darueber haengen, alles in die Absaugung, dann darunter erhitzen, sofort schliessen und in sicherer Entfernung warten bis alles komplett verdampft ist. Über die THF-Menge wird dann das Ergebnis gesteuert und man ist am Ende das Zeug los und muss nix abkuehlen und zurueckfuelln.

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BeitragVerfasst: Mi 25. Feb 2015, 11:34 
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Da sieht man mal wieder dass die Leute keine Ahnung haben und gern mal ihr Leben verkürzen. Wenn wir schon bei THF sind, warum nicht gleich auch Dichlormethan testen.....
Mal ganz erhrlich. Das mit THF behandelte Teil sieht nicht annähernd so gut aus wie ein ABS teil das mit aceton behandelt wurde. Bevor ich mein Leben sinnlos verkürze, schleife, füller und lackiere ich das PLA Teil lieber.

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BeitragVerfasst: Mi 25. Feb 2015, 18:39 
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Also wenn du nicht gerade so wieder Typ auf yt mit dem Tetrahydrofuran umgehst wirst du dein Leben auch nicht verkürzen.
An der frischen Luft und nicht gerade in der prallen Sonne wird da schonmal garnichts passieren. Das einzige wo drauf ich wert lege sind ein paar gute und für den Versuch mit Tetrahydrofuran passende Schutzhandschuhe sowie eine Atemschutzmaske und ne Schutzbrille. Das reicht eigentlich vollkommen aus.
In dem Video ist ja sehr gut zu sehen das der Typ 3 Fehler auf einmal macht im Umgang mit Tetrahydrofuran.

1: nicht in unmittelbarer Umgebung von elektronischen Geräten.
( man beachte die beiden Drucker im Hintergrund)

2: das tetrahydrofuran nicht erhitzen das sich Gase bilden die extrem schnell in Brand geraten können.

3: der stimme nach zu urteilen hat der Typ keine Atemschutzmaske
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BeitragVerfasst: Do 26. Feb 2015, 15:20 
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4. er verwendet Muttis Topfdeckel ^^

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BeitragVerfasst: Sa 28. Feb 2015, 19:26 
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Heute hat es endlich geklappt.
Der test heute mittag ich dementsprechend vorbereitet und 2 teile aus einer Gimbal Halterungen in schwarz mit einer Auflösung von 0,2mm gedruckt für den test mit Tetrahydrofuran.


Dateianhang:
2015-02-28 18.14.54.jpg
2015-02-28 18.14.54.jpg [ 544.57 KiB | 4568-mal betrachtet ]


Habe beide Teile für ca. 30 min in 150ml tetrahydrofuran gebadet.
Habe mir überlegt ob ich auch mit Einen Lappen der in Tetrahydrofuran getränkt wurde die teile einreiben. Aber aus dem Internet ging nie hervor das dass Ergebnis zufrieden stellend war wenn man mit einem Lappen die gedruckten teile einreibt.


Dateianhang:
2015-02-28 18.15.18.jpg
2015-02-28 18.15.18.jpg [ 457.89 KiB | 4568-mal betrachtet ]


Dateianhang:
2015-02-28 18.15.40.jpg
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Dateianhang:
2015-02-28 18.15.58.jpg
2015-02-28 18.15.58.jpg [ 564.35 KiB | 4568-mal betrachtet ]


Das Ergebnis:

Eher ernüchternd... da es kaum Unterschiede brachte zum fertig gedruckten teil oder dem welches mit Tetrahydrofuran behandelt worden ist.
Vielleicht hätte ich es ja doch länger drin liegen lassen sollen.

Gruß Markus


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BeitragVerfasst: Mi 11. Mär 2015, 21:55 
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WDZaphod hat geschrieben:
Ich find's auch interessant, auch wenn PLA eigentlich schon von Natur aus schön glatt ist :daumenhoch:
Die Festigkeit sollte es positiv beeinflussen, wie bei Aceton und ABS auch :)

Ist definitiv nicht der Fall.
Gestern ein paar Zugproben geprüft:
Unbehandelt 39MPa und 3.3% Dehnung
Behandelt 31MPa und 4.3%

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BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2015, 11:28 
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Ich habe bei uns im Labor festgestellt, dass sich das PLA auch mit Dichlormethan gut einweichen lässt, allerdings ist das auch nicht viel besser als das THF.in meinem kurzen versuch konnte ich sogar das Objekt kurz darin baden, und es hat sich nur an der oberfläche aufgeweicht. evtl wäre das eine alternative gegen den Aggressiven Dampf. ich muss mal schauen, ob ich dazu mal Zeit finde.


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BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2015, 19:00 
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Hi.
Also nachdem ich jetzt mehrfach schon mit THF experimentiert habe lass ich es sein.
THF zerstört mehr als man möchte.
Klar bekommt man damit die Oberfläche sauber... Das geht auch sehr gut. Nachteil ist das dass Gredruckte Teil das THF aufsaugt und es weich macht. Nicht nur die behandelte Oberfläche sondern das ganze Teil.
Es wird weich .. Fast Gummi artig. Auf mein Foto habe ich ein Teil gedruckt Welches ich mit THF behandelt habe. Hatte es großflächig mit Support gedruckt.
Dann mit THF eingerieben. Dann mit Wasser Vorsichtshalber abgewaschen und nach ca. 30min Hat sich das gesamte Teil verzogen und man konnte es knetten.

Dateianhang:
20150419_171601-1024x576.jpg
20150419_171601-1024x576.jpg [ 72.81 KiB | 4414-mal betrachtet ]

Das bedampfen durch erhitzen der Flüssigkeit lasse ich aber. Das Risiko ist mir zu hoch.

Gruß Markus


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BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2015, 22:21 
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Name: Markus
Meister117 hat geschrieben:
Hi.
Also nachdem ich jetzt mehrfach schon mit THF experimentiert habe lass ich es sein.
THF zerstört mehr als man möchte.
Klar bekommt man damit die Oberfläche sauber... Das geht auch sehr gut. Nachteil ist das dass Gredruckte Teil das THF aufsaugt und es weich macht. Nicht nur die behandelte Oberfläche sondern das ganze Teil.
Es wird weich .. Fast Gummi artig. Auf mein Foto habe ich ein Teil gedruckt Welches ich mit THF behandelt habe. Hatte es großflächig mit Support gedruckt.
Dann mit THF eingerieben. Dann mit Wasser Vorsichtshalber abgewaschen und nach ca. 30min Hat sich das gesamte Teil verzogen und man konnte es knetten.

Dateianhang:
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Das bedampfen durch erhitzen der Flüssigkeit lasse ich aber. Das Risiko ist mir zu hoch.

Gruß Markus


:daumenhoch: gute Entscheidung. Ich glaube ich hab es dir schon in einem anderen Thread empfohlen, ABS ist ein super Material zum drucken und zum nachbearbeiten. Es lässt sich besser schleifen, bohren und glätten als PLA.

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BeitragVerfasst: Mi 27. Mai 2015, 23:05 
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Sry. Aber ABS hat Gegenüber PLA nur nachteile. Daher nutze ich es nicht. Für meine Bedürfnisse. . Wenn ich eine Bohrung haben möchte plane ich diese im CAD model mit ein. Warum schleifen?


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BeitragVerfasst: Do 28. Mai 2015, 00:59 
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Der einzige Grund warum PLA überhaupt gedruckt wird ist weil es einfach zu drucken ist. Und das ist auch schon der einzige Vorteil.

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BeitragVerfasst: Mi 24. Jun 2015, 18:18 
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Wie kommst du denn da drauf. ABS Ist längst nicht mehr besser als PLA. Eher im Gegenteil. Beim Standard PLA ist das Korrekt. Aber da gibt es ganz tolle Spezial Filamente auf dem Markt.


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BeitragVerfasst: So 17. Jan 2016, 20:14 
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restinpieces hat geschrieben:
Der einzige Grund warum PLA überhaupt gedruckt wird ist weil es einfach zu drucken ist. Und das ist auch schon der einzige Vorteil.


Stimmt leider nicht ganz. Jeder Werkstoff hat Vor- und Nachteile.

Für einen Druck eines Schüttelgestelles habe ich mich bewusst für PLa enschieden, weil es das einzige Material( was ich hier verdrucke) ist, was weder Aceton noch Toluol löslich ist.
Leider weiss ich grad kein Material, was auch noch Schwefelsäureresistent ist, was man gut drucken kann...

Nachtrag zum Dichlormethan: Habe ein größeres Objekt im Labor mit Dichlosmethan eingerieben. Die einzelnen Layer verwischen auch, aber es gibt einen hässlich weissen Film, der verbleibt.
Nachträglich bin ich mit einem handelsüblichen Föhn dran gegangen, und damit hatte ich einen viel besseren Effekt.

Das erste Testobjekt, ein Stift für die Flächenarretierung, den ich in DCM gebadet hatte, ist spätwer wieder richtig hart geworden. Dieser hat damit auch massiv an Stabilität gewonnen.
Aber trotzdem würde ich diese Art von Bearbeitung niemandem empfehlen. dann lieber mit den Layerhöhen so weit wie es geht runter.


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BeitragVerfasst: Mo 18. Jan 2016, 09:06 
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Sichtflieger

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Würde sich nicht PC bzw. PPS für hohe chemische Beständigkeit eignen?! :D


Grüße,
Marco


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BeitragVerfasst: Mo 18. Jan 2016, 13:57 
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Sichtflieger

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Ja, klingen beide interessant, aber das wird der olle Drucker nicht schaffen glaube ich... der, den ich der Arbeit zur verfügung stellen möchte ist nur ein davinci 1.0A
Was ich halt rausgefunden habe, ist ne Drucktemperatur von über 285°C also wird man wahrscheinlich eher bei 300°C drucken....

Der sparkcube hier zuhause hat dafür ein zu kleines Netzteil, der ist eher auf lautlos optimiert ;)


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BeitragVerfasst: Sa 5. Mär 2016, 02:56 
Habe auch versucht den genialen ABS/Aceton Effekt mit PLA und Dichlormethan nachzustellen, draußen im Freien da ich Respekt habe vor dem Zeug, in einem Eimer bedampft für 2 Stunden.
Effekt war daß die Oberfläche minimal besser geworden ist, aber das PLA (Materialstärke 1,5 mm) wurde weich und ist weich geblieben, man kann es mit minimalen Kräften biegen fast wie Gummi. Ist der Effekt reversibel oder bleibt das dann in dem Zustand? Ich dachte das DCM muss wieder ausgasen aber scheint auch nach 24h nicht der Fall zu sein.


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BeitragVerfasst: Sa 5. Mär 2016, 12:12 
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Ästhet

Registriert: Di 17. Mär 2015, 12:14
Beiträge: 226
Hierzu nur am Rande:
Habe einPLA Teil (aufgrund der Verwechslung eines herum liegenden Probedrucks) mal ne Weile in meine Aceton- Dampf- Kammer gelegt- und mich gewundert wieso das so lange dauert...

Habs dann über Nacht drin gelassen... :popcorn:

Am nächsten Tag war es dann erstaunlich flexibel- bei immer noch höher Festigkeit!
Ist aber sicher keine Dauerlösung, da das Aceton sicher mit der Zeit wieder ausdampft... Trotzdem war ich doch recht erstaunt :daumenhoch: :lachen:
Greets


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