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BeitragVerfasst: Mo 6. Feb 2017, 14:19 
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Maren, klappt es bei Dir jetzt?
Ich fange jetzt an, die richtigen Teile zu drucken.

Es geht aber definitiv nur mit Slic3r 1.2.9. Sowohl Slic3r-prusa-Version als auch die aktuelle Developer-Version von Github sind nicht nutzbar, da zu dünne Wände gedruckt werden.

Mit Slic3r 1.2.9 und dem mitgeliefertem Profil funktionierte es auf Anhieb dann. Allerdings war ich mit der Qualität noch nicht zufrieden und habe die ganze Woche Parameter optimiert. Dazu habe ich mir die unteren 2,5cm der Tragfläche und von fuselage1 abgeschnitten und damit Testdrucke gemacht. Die Stücke reichen, um die Qualität beurteilen zu können.

Ich bin zu folgenden Daten gekommen. Achtung, die kann natürlich niemand so 1:1 übernehmen, weil das doch arg druckerspezifisch ist, aber als Anhaltspunkt, woran man drehen kann, ist das vielleicht interessant.
- Wichtigste Änderung: Layerhöhe 0,15mm statt 0,25mm! (ersten Layer mache ich 0,2mm). Wenn man die 45° schrägen Rippen mit einer 0,4mm Wand und 0,25mm Layer druckt, dann hat der jeweils nächste Faden weniger als 50% Auflage. Das klappt ziemlich schlecht. Mit 0,2mm Lagerhöhe funktionierte das zwar schon, aber in den Schrägen der Rundung im Wurzelbereich der Fläche sind sonst die Wände nicht sauber überdeckend. Mit 0,15mm geht es dann gut.
- Weitere wichtige Änderung: "Extra length on restart" beim Retract habe ich auf 0,1mm gesetzt. Retract selber habe ich 0,4mm, das funktioniert bei mir mit PETG gut. Wenn ich die extra length wie normal auf 0 lasse, dann ist der Filamentfluß am Anfang einer Bahn nicht sauber, d.h. man hat dort Löcher und die Rippen sind z.B. auf der einen Seite dann nicht mit der Hülle verbunden. Ich habe verschiedene Werte (von 0,03-0,1mm) ausprobiert.
- Hotend-Temperatur um 10°C auf 210°C gegenüber normal erhöht. Layerhaftung ist besser und auch der Filamentfluß zu Beginn einer Bahn ist besser.
- Z-Lift auf 0,2mm. Wenn ich den wie normal auf 0 lasse, dann reißt der Druckkopf beim schnellen Bewegen über z.B. die Rippen diese kaputt.


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BeitragVerfasst: Sa 11. Feb 2017, 15:39 
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Beiträge: 1426
Wowbagger hat geschrieben:
Maren, klappt es bei Dir jetzt?
Ich fange jetzt an, die richtigen Teile zu drucken.

Es geht aber definitiv nur mit Slic3r 1.2.9. Sowohl Slic3r-prusa-Version als auch die aktuelle Developer-Version von Github sind nicht nutzbar, da zu dünne Wände gedruckt werden.

Mit Slic3r 1.2.9 und dem mitgeliefertem Profil funktionierte es auf Anhieb dann. Allerdings war ich mit der Qualität noch nicht zufrieden und habe die ganze Woche Parameter optimiert. Dazu habe ich mir die unteren 2,5cm der Tragfläche und von fuselage1 abgeschnitten und damit Testdrucke gemacht. Die Stücke reichen, um die Qualität beurteilen zu können.

Ich bin zu folgenden Daten gekommen. Achtung, die kann natürlich niemand so 1:1 übernehmen, weil das doch arg druckerspezifisch ist, aber als Anhaltspunkt, woran man drehen kann, ist das vielleicht interessant.
- Wichtigste Änderung: Layerhöhe 0,15mm statt 0,25mm! (ersten Layer mache ich 0,2mm). Wenn man die 45° schrägen Rippen mit einer 0,4mm Wand und 0,25mm Layer druckt, dann hat der jeweils nächste Faden weniger als 50% Auflage. Das klappt ziemlich schlecht. Mit 0,2mm Lagerhöhe funktionierte das zwar schon, aber in den Schrägen der Rundung im Wurzelbereich der Fläche sind sonst die Wände nicht sauber überdeckend. Mit 0,15mm geht es dann gut.
- Weitere wichtige Änderung: "Extra length on restart" beim Retract habe ich auf 0,1mm gesetzt. Retract selber habe ich 0,4mm, das funktioniert bei mir mit PETG gut. Wenn ich die extra length wie normal auf 0 lasse, dann ist der Filamentfluß am Anfang einer Bahn nicht sauber, d.h. man hat dort Löcher und die Rippen sind z.B. auf der einen Seite dann nicht mit der Hülle verbunden. Ich habe verschiedene Werte (von 0,03-0,1mm) ausprobiert.
- Hotend-Temperatur um 10°C auf 210°C gegenüber normal erhöht. Layerhaftung ist besser und auch der Filamentfluß zu Beginn einer Bahn ist besser.
- Z-Lift auf 0,2mm. Wenn ich den wie normal auf 0 lasse, dann reißt der Druckkopf beim schnellen Bewegen über z.B. die Rippen diese kaputt.


Moin Markus,

ich habe noch nicht weiter testen können. Beim letzten Betrieb des Druckers hatten sich die Muttern des ABL-Sensors gelöst, so dass ich das erstmal neu kalibrieren durfte. Eine nervige Dienstreise in der letzten Woche und ein paar andere Projekte haben mich hier aufgehalten :D
Da aber heute die Boldclash F-01 AIO Cam für den TinyWhoop in der Post war und ich noch keine Halterung dafür hatte, habe ich mich gezwungen gesehen, den Drucker wieder einsatzbereit zu machen. Die nächsten beiden Wochen bin ich wieder unterwegs, ab März wird es hier aber weitergehen.
Deine Tipps werden sicher extrem nützlich sein, danke!

_________________
Viele Grüße
Maren

----------------------------------------
https://tueftelliese.wordpress.com/


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BeitragVerfasst: Fr 24. Feb 2017, 11:06 
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Ich muss mich nach weiteren Tests noch mal korrigieren. Mit den folgenden Werten habe ich nun 2 Wochen gedruckt und es sind alle Teile dann ohne weitere Probleme fertig geworden:

- Layerhöhe wieder zurück auf 0,2mm. Problem bei der 0,15mm Höhe war, dass eben pro Schicht relativ wenig Material extrahiert wird. An den Stellen, wo das auf der alten Schicht schon drauf liegt, ist das kein Problem und funktioniert sehr gut. Problem tritt an den oberen Rändern der Löcher in den Verstärkungen auf (z.B. Rippen). Hier muss spätestens, wenn das Loch geschlossen ist, eine Lage wieder komplett rüber gehen. Bei 0,15mm Höhe wird aber so wenig extrahiert, dass der Faden beim Ziehen reisst, d.h. große Löcher schlossen sich nicht sofort, und die Löcher waren nach oben hinten dreieckig verlängert. Im Extremfall offen, bis das nächste Loch kam. Mit 0,2mm Höhe klappt das wesentlich besser.
- "Extra length on restart" beim Retract habe ich auf 0,1mm gesetzt.
- Auch sehr wichtig: "Minimum travel after retraction" von 2mm auf 0 gesetzt. Da der Extra length on restart wichtig war, um den Filamentfluss gut zu beginnen, hatte ich an Stellen, wo kein Retract wegen einer nur kurzen Bewegung stattfand, plötzlich wieder Lücken. Also wird mit "0" ein Retract an allen Stellen erzwungen.
- Hotend-Temperatur um 10°C auf 210°C gegenüber normal erhöht.
- Brim von 3mm gegen Warping.
- Bett-Temperatur von normal 75°C auf 70°C abgesenkt. Ist die Temperatur zu hoch, bleibt das Material unten zu lange weich. In den Feldern zwischen den Rippen sieht man dann eine leichte Wölbung nach außen/innen. Außerdem biegt sich der erste Layer bei höherer Temperatur leichter und somit kann Warping leichter die Ecken hoch ziehen. Bei 75° Bett konnte man später an der Unterseite leichtes Warping (0,1-0,2mm, festgehalten durch den Brim) sehen, bei 70° nicht mehr. Ich vermute(!), dass nun mit 70°C sogar Brim überflüssig ist. Habe ich nicht mehr ausprobiert, weil ich fertig werden wollte. In Zukunft werde ich das sicher mal weg lassen.
- Z-Lift auf 0,4mm.
- Extrusion multipler auf 1,05 (statt 0,95 normalerweise)

Insgesamt bin ich jetzt mit dem Ausdruck zufrieden, aber noch nicht 100% glücklich.
Zwei Punkte stören mich:
- Die Extrusion ist gut 10% höher als normal, was zu mehr Gewicht und typisch für PETG zu Spinnenfäden führt.
- Durch Extra length on restart wird an Startpunkten zu viel Material extrudiert. Das sorgt zwar dann für geschlossene und gut verbundene Wände, aber auch teilweise für eine Verdickung der Wände, d.h. mehr Gewicht und einen deutlichen Hügel auf der Außenseite. Klingt jetzt wahrscheinlich extremer als es ist, aber schöner wäre ohne das.
Meine Vermutung ist, dass man mit einer 0,3mm Düse besser drucken können müsste. Ich drucke mit meiner 0,4mm Düse normalerweise eine Wandbreite von 0,5mm, was auch mit PETG gut funktioniert. Da in diesem Fall aber 0,42mm breite Wände gedruckt werden sollen, ist der Anpressdruck des Filamentes auf der alten Schicht geringer. Ich vermute, dass beide genannten Probleme damit dann nicht mehr (oder wesentlich weniger) notwendig sind. Mal schauen, ob ich mir mal so eine Düse zulege und neu teste.


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BeitragVerfasst: Fr 24. Feb 2017, 16:26 
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BeitragVerfasst: Fr 24. Feb 2017, 20:10 
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Hi,
sieht sauber aus, kannst du mal ein, zwei Detail-Fotos posten? Vor allem die "Hügel" auf den Aussenseiten interessieren mich, denn die hatte ich bei ersten Tests auch ...

_________________
Schwerkraft ist ein Mythos ... die Erde saugt ...


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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 14:52 
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War nicht ganz einfach, das abzubilden.

Hier mal ein Stück eines Ruders:
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IMG_6093.JPG [ 148.54 KiB | 1268-mal betrachtet ]

Der Perimeter wurde an den Hügeln in der Mitte des Ruders begonnen. Ich rechten Bereich sieht man den Hügel nicht, sondern nur den Abdruck der darunterlegenden Versteifung. Der Hügel und Start des Perimeters war bei diesen Layern auf der anderen Seite des Ruders.

Hier die Motorhaube:
Dateianhang:
IMG_6094.JPG
IMG_6094.JPG [ 66.12 KiB | 1268-mal betrachtet ]

Auch da sieht man die Hügel beim Start des Layers sehr deutlich. An den Stellen, wo man den nicht sieht, hat der Layer woanders gestartet.
Die gleichen Hügel mal von der Seite:
Dateianhang:
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IMG_6095.JPG [ 51.46 KiB | 1268-mal betrachtet ]


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BeitragVerfasst: Sa 25. Feb 2017, 15:58 
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Beiträge: 3685
Name: Thorsten
Vielen Dank !!!

ja, in dem Bereich bewegen sich auch meine Beobachtungen ... hab das ganze jetzt aber zunächst mal zurückgestellt ... ich rechne damit, dass bald Frühling wird und will noch zwei Flieger "reaktivieren" ...

hab ich grad mehr Bock drauf ...

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