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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Fr 28. Jul 2017, 07:53 
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Mit Worte:

Hier mehr von THOR
http://www.uasvision.com/2017/07/28/tho ... singapore/

Hier
https://discuss.ardupilot.org/t/dual-mo ... /15302/444
hat Tilt (Ricard Yonika) Tridge auf dieses Projekt aufmerksam gemacht.

http://iridiumdynamics.com/

Und wie man lesen konnte, hat ihn das stark interessiert.
Von da weg, komentierte er im Github Forum das Thema Tailsitter nnur noch sporadisch bis dann gar nicht mehr.

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Zwei Hexa F550, ein Quad 680, Pixhawk mit Lightbridge, Pixracer, PX4Lite gold, DJI Wookong mit Lightbridge,
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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 8. Aug 2017, 21:28 
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Auch mal eine spannende Interpretation von "Start- Lande"-Platz. Stelle mir gerade ein hochkant aufgestelltes Brett im Garten als "Landebahn" vor:

https://youtu.be/RSn62JKIRks

Gruß Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Mo 27. Nov 2017, 20:22 
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Den finde ich jetzt mal echt gelungen:

http://diydrones.com/profiles/blogs/kap ... est-flight

Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 07:56 
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Whow, gefällt mir auch sehr gut.
Wäre ein tolles Winterprojekt sowas nachzubauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 09:53 
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bimogi hat geschrieben:
Whow, gefällt mir auch sehr gut.
Wäre ein tolles Winterprojekt sowas nachzubauen.
Hinten am Heck den Motor finde ich nicht so optimal, da dann sicherlich die Belastung des Rumpfes relativ hoch sein wird. Am Heck sind der Motor, Regler und lange schwere Stromkabel!? Ist ein Doppelrumpfrohr und der 3. Motor mittig hinter der Fläche als schwenkbarer Prop nicht besser?


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 12:00 
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Nein, weil man den Druckmotor nach unten schwenken muss ein Zug Motor nach Oben, der hat also mehr Bodenfreiheit :up:
Das Gewicht des Motors und Reglers führt aber zu einem kurzem Rumpf, damit man den Schwerpunkt einhalten kann.
Sehr gelungen, nur in einem Winter ist so ein nachbau doch sehr knapp, ich bräuchte 3 Jahre dafür :|

Rolf, mal was ganz anderes, wie ist das denn wenn man hier Getriebemotoren zum Einsatz bringt, funktioniert das noch mit der Steuerung und Regelung der Flight-Ctrl?

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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 14:25 
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Ja, das Konzept sieht gut aus. Clever auch die langen schlanken Motorgondeln, um Klappprops vor dem Flügel nutzen zu können. Die beiden vorderen Antriebe werden im Horizontalflug ausgeschaltet und klappen mit Gummiunterstützung ein, wie man im Video schön sehen kann. Und zum Antrieb wird dann ausschließlich der hintere Motor genutzt.

Aber wie wird im Kopterflug das Einklappen der hochgestellten Antriebe verhindert, wenn diese aus sind, also vor den Start und nach der Landung? Da scheint für das Video wohl noch ein wenig geschummelt worden zu sein.

Gruß Jörg

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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 20:12 
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Vermutlich wird einfach eine Motorbremse, um den Schaden am Prop möglichst gering zu halten. Auf den Produktfotos sind noch starre Props zu erkennen.

Das Problem sehe ich eher in dem benötigten stabilen Seitenleitwerk und verwindungssteifen Rumpf. Ist nicht zu unterschätzen. Sonst endet ein Flieger so: https://www.youtube.com/watch?v=8yf_QTbDeWM

Wie wird das Drehmoment des dritten Motors ausgeglichen? Ist der Heckmotor um zwei Achsen schwenkbar? Muss wohl so sein.

Auf dem Video des ersten Prototypen sieht man etwas mehr https://www.youtube.com/watch?v=hroXOj1YeXw
jreise hat geschrieben:
und klappen mit Gummiunterstützung ein, wie man im Video schön sehen kann.
Wie kommst du auf Gummiunterstüzung? Wohl eher durch den Luftwiderstand


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 21:01 
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Gewitterflieger hat geschrieben:
Wie wird das Drehmoment des dritten Motors ausgeglichen? Ist der Heckmotor um zwei Achsen schwenkbar? Muss wohl so sein.

Ich denke:
Code:
tilt-tricopters with the front two motors tilting and vectored yaw
Code:
vectored tilt-rotors where the tilt of the rotors on the left can be controlled independently from the tilt of the right motors

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 22:08 
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Matzito hat geschrieben:
Sehr gelungen, nur in einem Winter ist so ein nachbau doch sehr knapp, ich bräuchte 3 Jahre dafür
Damit bist Du bestimmt immer noch schneller als die Jungens/Mädels in dem Projekt. Die haben ja nicht nur einen Winter gebraucht und waren sicher nicht allein und vermutlich zumindest ein Teil mit mehr "Tagesfreizeit" ausgestattet als unsereins.

Im Januar 2017 haben sie schon dieses "Proof of Concept" vorgestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=1ngTwaExoVg
(riecht mir so nach 2 Jahren Entwicklungsarbeit)

Matzito hat geschrieben:
wie ist das denn wenn man hier Getriebemotoren zum Einsatz bringt, funktioniert das noch mit der Steuerung und Regelung der Flight-Ctrl?
Ja, das müsste dem Flightcontroller egal sein. Das unterschiedliche Drehmoment würde nur andere PID-Einstellungen für das Schweben erforderlich machen - die Regelalgorythmen sonst dürften nicht betroffen sein.

Auf deren Homepage steht zu lesen, dass sie den Pixhawk als FC haben. Sie schweigen sich aus, ob sie die Arduplane Firmware oder das "Zürcher Geschnetzelte" (den sog. PX4-Stack) oder eine selbst abgeänderte Version einer der beiden Varianten haben.

An der Arduplane Firmware, die wir am Mozart verwenden, wäre lediglich ein Parameter zu ändern (Der Parameter, der festlegt, welche(r) der 3 Motoren zur Tranistion kippbar sind). Bei Start und Landung ist er identisch (Ein Trikopter, bei dem die YAW Regelung über leichte Tiltbewegungen der beiden vorderen Motoren um die Querachse und nicht durch Drehen des hinteren Motors um die Längsachse gesteuert wird. )

Durch diese YAW Steuerung (nennen die Entwickler Vectored-YAW -hat Schalonsus vorhin schon geschrieben) muss der hintere Motor "nur" noch um die Querachse (Nickachse des Rumpfs) bei der Tranistion zum Vorwärtsflug gekippt werden. Der Heckmotor muss also nur um eine Achse kippbar sein. (Bei unserem "Mozart" steht der hintere Motor im Flug und ist fix verbaut, muss also nicht mehr kippbar sein, seitdem wir auf "Vectored YAW" umgerüstet hatten, bei uns sorgen im Vorwärtsflug beide vorderen Motoren für den Vortrieb)

jreise hat geschrieben:
Aber wie wird im Kopterflug das Einklappen der hochgestellten Antriebe verhindert, wenn diese aus sind, also vor den Start und nach der Landung? Da scheint für das Video wohl noch ein wenig geschummelt worden zu sein.


Frage ich mich auch und "spekuliere" mal, weil es so möglich wäre: Der Flieger steht auf dem Boden und die Motoren sind nach vorne gekippt und laufen dann langsam an, dass die Props sich gerade entfalten -> dann wird nach oben gekippt. Nach der Landung umgekehrt. Im Werbefilm sieht man zumindest einmal, dass bei der Hintransition die vorderen beiden Motoren ganz nach vorne kippen und dann erst abschalten. Nach der Landung müssten sie also im "Standgas" nach vorne kippen und dann abgeschaltet werden.

Hätte wiederum den Nachteil, dass ich auf Bodenfreiheit achten müsste.

LG Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 22:20 
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Rolf hat geschrieben:
Auf deren Homepage steht zu lesen, dass sie den Pixhawk als FC haben. Sie schweigen sich aus, ob sie die Arduplane Firmware oder das "Zürcher Geschnetzelte" (den sog. PX4-Stack) oder eine selbst abgeänderte Version einer der beiden Varianten haben.
Höchstwahrscheinlich weder noch. Vom Pixhawk VTOL gibt es noch eine kommerzielle Variante, die auch supportet und nach Wunsch angepasst wird. So was erfährt man, wenn man zu viel auf Messen abhängt :D Ich weiß aber grad nicht mehr, welcher Entwickler das als "kleinen" Nebenverdienst macht. Ich glaube, irgendwo hier stand es schon mal.
Rolf hat geschrieben:
Frage ich mich auch und "spekuliere" mal, weil es so möglich wäre: Der Flieger steht auf dem Boden und die Motoren sind nach vorne gekippt und laufen dann langsam an, dass die Props sich gerade entfalten -> dann wird nach oben gekippt. Nach der Landung umgekehrt. Im Werbefilm sieht man zumindest einmal, dass bei der Hintransition die vorderen beiden Motoren ganz nach vorne kippen und dann erst abschalten. Nach der Landung müssten sie also im "Standgas" nach vorne kippen und dann abgeschaltet werden.

Hätte wiederum den Nachteil, dass ich auf Bodenfreiheit achten müsste.
Ich glaube, dafür reicht die Bodenfreiheit nicht aus. Die Gondeln liegen ja fast auf. Ich denke eher, entweder meine bereits erwähnte rustikale Variante oder sie rasten die Props vor dem Anlaufen von Hand ein. Bei einigen Klappprops geht das, dass man sie ganz nach vorne auffaltet und sie dort einen kleinen Widerstand haben, der sie in der Position hält. Beide Varianten sind aber nicht schön und nicht kommerziell tauglich.
Schalonsus hat geschrieben:
Ich denke:
Code:
tilt-tricopters with the front two motors tilting and vectored yaw
Code:
vectored tilt-rotors where the tilt of the rotors on the left can be controlled independently from the tilt of the right motors

Stimmt so geht es natürlich auch!


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Di 28. Nov 2017, 22:34 
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Den kommerziellen Support und Änderung der Arduplane Firmware (die ist ja weiter frei verfügbar) betreiben mehrere Leute und auch ein Teil der offiziellen Entwickler selbst.

Die "Züricher " Truppe um Herrn Meier hat sich ja aus dem Open Source zurück gezogen und glaubt damit, leben zu können.

PX4 und Arduplane unterscheiden sich auch programmtechnisch inzwischen ganz erheblich.

LG Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Mi 29. Nov 2017, 10:15 
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Gewitterflieger hat geschrieben:
Das Problem sehe ich eher in dem benötigten stabilen Seitenleitwerk und verwindungssteifen Rumpf. Ist nicht zu unterschätzen. Sonst endet ein Flieger so: https://www.youtube.com/watch?v=8yf_QTbDeWM


Das mit dem riesen-Jet Absturz ist ein anderes Problem, da geht es nicht um Antriebslast, da hat einer von Biegemomentenverläufen einfach keine Ahnung gehabt, das kann man nicht einfach so hinstellen und sagen dass eine Antriebslast am SLW nicht geht! Wenn man ein Regalbrett stumpf vor die Wand klebt faellt es nunmal ab so ein Biegemoment muss durch 2 außreichend voneinander entfernte Querkäfte oder eine Flächenlast aufgenommen werden, das ist einfache technische Mechanik. Entweder wussten die das nicht oder die Maschine hatte eine Vorschädigung, durhc Transport oder ähnliches.
s.auch: http://www.espritmodel.com/windex-1200c-scale-sailplane-arf.aspx

Rolf, ist der Kapetair aus Schaum oder aus GFK?

Eine gute Basis fuer so ein Modell wäre evtl der Plus:
Bild
Quelle: http://mahmoudi-modellsport.eu/
ein Flieger von Vladimir designed by Joe Wurts

Man könnte einen Motor oben an die Spitze vom Leitwerksdach machen und 2 an die verlaengerten Leitwerksausleger vor den Fluegel.
Oder man nimmt einfach einen grossen Leichten F3J Leitwerksflieger.

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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Do 30. Nov 2017, 10:28 
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Matzito hat geschrieben:
Gewitterflieger hat geschrieben:
Das Problem sehe ich eher in dem benötigten stabilen Seitenleitwerk und verwindungssteifen Rumpf. Ist nicht zu unterschätzen. Sonst endet ein Flieger so: https://www.youtube.com/watch?v=8yf_QTbDeWM


Das mit dem riesen-Jet Absturz ist ein anderes Problem, da geht es nicht um Antriebslast, da hat einer von Biegemomentenverläufen einfach keine Ahnung gehabt, das kann man nicht einfach so hinstellen und sagen dass eine Antriebslast am SLW nicht geht! Wenn man ein Regalbrett stumpf vor die Wand klebt faellt es nunmal ab so ein Biegemoment muss durch 2 außreichend voneinander entfernte Querkäfte oder eine Flächenlast aufgenommen werden, das ist einfache technische Mechanik. Entweder wussten die das nicht oder die Maschine hatte eine Vorschädigung, durhc Transport oder ähnliches.
s.auch: http://www.espritmodel.com/windex-1200c-scale-sailplane-arf.aspx

Rolf, ist der Kapetair aus Schaum oder aus GFK?

Eine gute Basis fuer so ein Modell wäre evtl der Plus:
Bild
Quelle: http://mahmoudi-modellsport.eu/
ein Flieger von Vladimir designed by Joe Wurts

Man könnte einen Motor oben an die Spitze vom Leitwerksdach machen und 2 an die verlaengerten Leitwerksausleger vor den Fluegel.
Oder man nimmt einfach einen grossen Leichten F3J Leitwerksflieger.
Den Plus oder den Simon Ki's als Bauplanmodell bzw. mit detaillierten Angaben wäre schon super. Vor allem könnte man bei einen Bauplanmodell gleich diverse Modifikationen realisieren.

https://static.rcgroups.net/forums/atta ... n%20ki.JPG

Kennt jemand von Euch ähnliche Konstruktion als Bauplanmodell?


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Fr 1. Dez 2017, 21:00 
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Hallo Matzito,

der verlinkte Flieger ist ja einsame Spitze - leider sprengt er das sog. Budget :roll:

Walter und ich überschauen derzeit Trikopter Tiltrotor und die 2-Mot Tailsitter mit ("Bellysitter") und "mit ohne" Vektorsteuerung. Ein konventioneller Quad ist im Aufbau.

Welchen Typ man wählt, hängt mE vom Einsatzzweck ab, denn leider ist die Schwebeoptimierung eines Antriebs nicht für den schnellen Flächenflug geeignet und umgekehrt.

LG Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Sa 2. Dez 2017, 20:23 
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Könnte man da einen kompromiss finden mit unterschiedlichem Motoren 2 am flügel rein f hub ausgelegt und 1 am heck f flug optimiert ein reisenauer getriebeantrieb der nicht vollwertig hebt weil er einen langen hebelarm zum cg hat i die borderen einen kurzen gesteuert wir ja auch vorne.
Würde die regelung das im schwebeflug hinkriegen? Steuern tun ja die kräftigen vorne mit vektorsteuerung u hinten nur drehzahl das kann doch evtl ein guter weg sein?

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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Sa 2. Dez 2017, 20:52 
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Genau so müsste es funktionieren.

Die Schwebesteuerung ist völlig schmerzfrei und die 3 Motoren können eigentlich sein, wo sie wollen, solange der Schwerpunkt im Dreieck liegt und der Schub von jedem Motor größer als sein zu tragender Lastanteil ist.

LG Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: So 3. Dez 2017, 11:40 
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Name: Andreas
Rolf hat geschrieben:
Genau so müsste es funktionieren.

Die Schwebesteuerung ist völlig schmerzfrei und die 3 Motoren können eigentlich sein, wo sie wollen, solange der Schwerpunkt im Dreieck liegt und der Schub von jedem Motor größer als sein zu tragender Lastanteil ist.

LG Rolf
Hallo Rolf

Um wieviel größer aus sein "geometrischer" Lastanteil? Faktor 1,7 bis 2, wie bei Koptern, um aktiv Lageänderungen durch Wind, Abfangmanövern ausregeln zu können? Was würdest du ansetzen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: So 3. Dez 2017, 21:16 
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Hallo Andreas,

ich finde es schwer, konkrete Zahlen anzugeben (wie beim Kopter eigentlich auch: Ein großer schwerer und auf lange Flugzeit hin optimierter Fotokopter mit großen Props und erfahrenem Piloten kommt sicher mit weniger Leistungsüberschuss aus als ein kleiner Kopter, mit unerfahrenem Steuerer, der den FC im GPS Modus quasi alles überlässt und mit dem er auch noch bei böigem Wind rumkacheln möchte.)

Sorry, wenn ich mit was Mathematik langweile, aber ich denke, es wird deutlicher:

Wozu braucht man eigentlich mehr Schub als der Kopter wiegt ? - um nach oben steigen zu können - logisch. Besonders aber um sich ohne Höhenverlust seitlich/vorwärts/rückwärts/diagonal (das ist bei einem symetrischen Quad egal) bewegen zu können. Je schneller wir mit einem Kopter fliegen wollen, desto stärker muss der Kopter geneigt werden. Der erforderliche Schubüberschuss für einen bestimmtem Neigungswinkel des Kopterframes lässt sich Dank Cosinus leicht berechnen, zB für 30° Kippwinkel etwa 1,16 (Faktor = 1/Cosinus(Winkel)), 45°= 1,41, 60° = 2, 90°=unendlich). Die Berechnung lässt unberücksichtigt, dass je nach Frame der nach unten gerichtete Körper des Kopters beim horizontalen Flug keinesfalls Auftrieb, sondern Abtrieb erzeugt. Und der muss auch noch kompensiert werden, will man beim Horizontalflug die Höhe halten.

Damit sind wir beim Problem der VTOLS, solange sie wie ein Kopter betrieben werden: Sobald man im Kopterbetrieb Fahrt aufholen möchte (egal ob seitlich, rückwärts, vorwärts ), stellt man die im Vergleich zum Kopterframe riesigen Tragflächen mit sozusagen negativem Anstellwinkel gegen den Fahrtwind und sorgt so für ordentlich ABTRIEB, je schneller man "schweben" möchte bzw Windeinflüsse kompensieren möchte/muss.

Unsere Erfahrung von Aufbau und Flugbetrieb mit unserem Trikopter-Tiltrotor "Mozart" mit inzwischen weit über 100 erfolgreichen Flügen: Lass es sein, aufzurüsten , nutz lieber den Wind durch geschicktes Steuern aus. Der erforderlichen Kräfte steigen sonst rapide an. Bei nur leichtem Gegenwind hatten Walter und ich mal experimentiert und die Ergebnisse filmisch verdeutlicht: https://vimeo.com/214458176
(Der gleiche Flug aus Bordsicht mit eingespielten Daten: https://vimeo.com/214398243 )

Schneller kann man einen Lipo meiner Meinung nach nicht sinnfrei entladen, als einen VTOL Flächenflieger im Kopterbetrieb gegen den Wind zu stellen.

Dabei gibt es eine Ausnahme für die Vorwärtsflug-Komponente, falls der FC das beherrscht:

Will man nur vorwärts gegen den Wind im Kopterbetrieb fliegen, kann die Flugsteuerung die Tiltmotoren was nach vorne kippen - damit muss der Flieger nicht mehr geneigt werden. Die Software vom EFlight Convergence kann das, Arduplane mit der regulären Version (noch) nicht, lediglich in speziell angepassten Versionen. Beim QuadPlane (Flugzeug mit 4 fest angebrachten Auftriebsmotoren - der Vortrieb wird durch den fünften konventionellen Antriebsmotor erzeugt) gilt gleiches, hier wird beim Vorwärtsflug im Kopterbetrieb der normale Antriebsmotor zugeschaltet.

Beim Tailsitter kommt es auf die Flugrichtung an bzw. wie man den Flieger zum Wind dreht: Vorwärts oder rückwärts gegen den Wind schleppt man praktisch die gesamte Flügelfläche als Scheunentor unter sich mit. Ich dreh ihn inzwischen im Kopterbetrieb (Nase zeigt nach oben) seitlich zur gewünschten "Flugrichtung" , da kommt man wesentlich schneller und energieeffizienter vorwärts als im Vorwärts oder Rückwärtsflug.

Beim Tiltrotor VTOL plane ich den Wind mit ein. Wenn es der Raum hergibt, lass ich ihn einfach nach dem Abheben vom Wind wegtreiben und drehe ihn quasi mit dem Wind schwebend in die Richtung, in der ich im Flächenflug "starten" möchte. Sobald die Richtung stimmt, schalte ich auf Flächenflugbetrieb um. Zur Landung überfliege ich den vorgesehehen Landepunkt gegen den Wind , damit er vom Wind wieder zurück zu mir getrieben wird. Zum Aufsetzen oder schweben gegen den Wind gehe ich runter auf "Ameisenknie"Höhe, da unten oft kaum noch Wind ist.

Letztlich darf man bei Quadplanes und Tiltrotor-VTOLS die Probleme durch Seitenwindkräfte auf die Höhenleitwerke nicht unterschätzen ! Auch die führen, wenn man sie einfach ignoriert und gegensteuern möchte, zu erheblich höherer Motorleistung: YAW wird beim Tri-Tiltrotor durch Querstellung entweder eines hinteren Motors oder beider vorderen Motoren gegenläufig in Flugrichtung (Vectored YAW) erreicht. Desto größer der erforderliche Kippwinkel, desto geringer die vertikale Kraftkomponente - desto höher der notwendige Leistungsüberschuss. Beim Quadplane gilt ähnliches, da durch unterschiedliche Drehzahl 2 Motoren höher drehen müssen.

Hoffe, dass es nicht zu ausführlich war. Sollte halt klar machen, wieso man nicht einfach eine Zahl ansetzen kann. Mit 1,5-2 bist Du - mit og. Einschränkungen gefühlt sicher. Letztlich passiert nichts, wenn der Flieger zu schwach ausgelegt ist, kann er halt im Kopterbetrieb nicht mehr die Höhe halten oder Steigen.

LG Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Interessante V-Tol Flieger
BeitragVerfasst: Mo 4. Dez 2017, 02:58 
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Beiträge: 271
Rolf hat geschrieben:
Die Berechnung lässt unberücksichtigt, dass je nach Frame der nach unten gerichtete Körper des Kopters beim horizontalen Flug keinesfalls Auftrieb, sondern Abtrieb erzeugt. Und der muss auch noch kompensiert werden, will man beim Horizontalflug die Höhe halten.
Oft erzeugt ein Rahmen im Vorwärtsflug Abtrieb, dies muss jedoch nicht immer so sein. Ein Zylinderförmiger oder selbst tropfenförmiger Körper erzeugt keinen bis sehr wenig Abtrieb. Zudem nimmt der benötigte Leistungsbedarf im Vorwärtsflug erst etwas ab, bevor er wieder steigt. Unten ein Bild des Leistungsbedarfs einer Bo105 von der TU BS. Bei einem Flieger, der in waagerechter Position senkrecht startet, besteht die Kunst des Autopiloten während der Transistion darin, einen neutralen Anstellwinkel beizubehalten, während die Motoren nach vorne kippen um Fahrt aufzuholen.
Rolf hat geschrieben:
Letztlich passiert nichts, wenn der Flieger zu schwach ausgelegt ist, kann er halt im Kopterbetrieb nicht mehr die Höhe halten oder Steigen.
LG Rolf
Dem muss ich aus eigener Erfahrung widersprechen, besonders in Bezug auf APM. Ist ein APM gesteuerter Kopter zu schwach ausgelegt und man fliegt ihn in einem Modus wie Alt hold, Loiter oder AutoTune und es wird eine Kraftkomponente, z.B. durch Wind, erzeugt, die der Kopter nicht kompensieren kann, fällt er nach meinen Erfahrungen einfach vom Himmel. Das hatte ich jetzt schon drei mal. Ein mal war es der Kopter von einem Kumpel, der eigentlich auf 4S ausgelegt war aber auch mit 3S noch brauchbar flog. In der Luft hatte ich auf Alt Hold gewechselt, um anschließend Autotune durchführen zu können, nur kam nach ein paar Sekunden ein Abwind, der den Kopter schräg gestellt hatte. Der Kopter hat versucht, diese Stellung zu kompensieren, hatte jedoch nicht genug Kraft und nach einer einmaligen Pendelbewegung fiel er vom Himmel. Ein anderes mal war es ein großer Kopter, der auf Effizienz und Langzeitflug ausgelegt war, der im Loiter vom Himmel fiel und beim dritten mal war es ein Akku, dessen Spannung aufgrund der Kälte zu stark eingebrochen war, dass er noch die benötigte Leistung abgeben konnte.

Seit diesen Vorfällen plane ich bei APM Koptern nun immer etwas mehr Schubreserven ein (mind 1,5) und teste immer erstmal über einem großen Kornfeld alle Flugmodi bei Wind.


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